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Amazon stärkt Partnerschaft mit Arianespace für Leo-Satellitennetz

Start einer Ariane Rakete fuer Amazon Leo von Arianespace
Foto: Arianespace

Key takeaways

➟ Knapp 400 Satelliten befinden sich bereits im Orbit, nun sichert Amazon den weiteren Ausbau seines Leo-Netzes ab. Zusätzliche Ariane-6-Missionen sollen zugleich Milliardenimpulse und Tausende Arbeitsplätze in Europas Raumfahrtindustrie unterstützen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Amazon Leo, die 2025 gegründete Raumfahrt-Unit von Amazon, baut seine Startpartnerschaft mit Arianespace deutlich aus. Das Unternehmen hat sechs zusätzliche Ariane-6-Starts gebucht und erhöht damit sein Gesamtvolumen bei dem europäischen Raketenanbieter von 18 auf 24 Missionen.

Die Vereinbarung erweitert den nach Unternehmensangaben größten kommerziellen Vertrag in der Geschichte von Arianespace. Für Amazon ist die Partnerschaft Teil einer breiter angelegten Startstrategie für sein Satelliteninternet-Netzwerk.

100 Satelliten bereits mit Arianespace gestartet

Arianespace hat bislang 100 Amazon-Leo-Satelliten in drei Missionen ins All gebracht. Die Starts erfolgten innerhalb von weniger als fünf Monaten nach dem Start Ende Februar.

Die jüngste Mission, Leo Europe 3, brachte 36 Satelliten in den Orbit. Dabei kamen erstmals modernisierte P160C-Feststoffbooster von ArianeGroup zum Einsatz, die die Nutzlastkapazität der Ariane 6 um bis zu zwei Tonnen erhöhen sollen.

Amazon und Arianespace arbeiten parallel daran, die Zahl der Satelliten pro Start weiter zu steigern.

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Ariane 6 wird Teil der operativen Leo-Infrastruktur

Amazon betont, dass Europa nicht nur als Absatzmarkt, sondern auch als Teil der operativen Infrastruktur von Leo betrachtet wird. Die Ariane-6-Starts werden in Französisch-Guayana durchgeführt, während die Lieferkette über 13 europäische Länder und mehr als 600 Unternehmen reicht.

Amazon Leo ist nach Angaben von Arianespace inzwischen der größte Einzelkunde des Unternehmens. Langfristige Startverträge sollen den weiteren Hochlauf der Ariane 6 absichern und zusätzliche Kapazitäten für kommerzielle und institutionelle Missionen ermöglichen.

Milliardenwirkung für Europas Raumfahrtindustrie

Die wirtschaftliche Bedeutung der Partnerschaft reicht über die Starts selbst hinaus. Laut einer Schätzung von Oxford Economics sollen die mit Amazon Leo verbundenen Ausgaben in der EU bis 2029 rund 2,8 Milliarden Euro zum Bruttoinlandsprodukt beitragen.

Im Durchschnitt sollen dadurch jährlich etwa 3.270 Arbeitsplätze unterstützt werden. Die Kooperation stärkt damit nicht nur Arianespace, sondern auch zahlreiche Zulieferer innerhalb der europäischen Raumfahrtindustrie.

Leo-Netz wächst weiter

Amazon Leo hat seit dem Beginn des großflächigen Ausbaus im April 2025 insgesamt 14 Missionen abgeschlossen und dabei knapp 400 Satelliten in den Orbit gebracht.

Damit ist das Netzwerk laut Amazon inzwischen die drittgrößte aktive Satellitenkonstellation. Ziel ist es, schnelles Internet insbesondere dort bereitzustellen, wo bestehende Netzinfrastrukturen nicht ausreichen.

Für den weiteren Ausbau hat Amazon mehr als 100 Starts über verschiedene Trägerraketen gesichert.

Kommerzieller Start soll noch 2026 folgen

Amazon bereitet derzeit die erste kommerzielle Einführung seines Satellitendienstes vor. Der Start soll noch in diesem Jahr erfolgen, bevor die Abdeckung mit wachsender Konstellation schrittweise international erweitert wird.

Die zusätzlichen Ariane-6-Buchungen verschaffen Amazon dabei mehr Planungssicherheit für den Ausbau des Netzwerks. Gleichzeitig erhält Arianespace langfristige Auslastung für sein wichtigstes neues Trägersystem.

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