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Amazon-CEO Jassy: Trump-Zölle treiben erste Preise in die Höhe

Amazon-CEO Andy Jassy
Foto: Amazon

Key takeaways

Amazon-Chef Andy Jassy warnt vor ersten Preissteigerungen infolge von Trumps Zöllen. Da Lagerbestände schrumpfen, werden höhere Importkosten zunehmend an Kunden weitergegeben. Amazon bemüht sich zwar um stabile Preise, doch der Spielraum wird enger – mit Folgen für das Konsumverhalten.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Auswirkungen von Präsident Trumps Importzöllen auf chinesische Produkte sind nun auch im Konsumgüterbereich spürbar. Amazon-CEO Andy Jassy erklärte am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos in einem Interview mit CNBC, dass sich die zusätzlichen Kosten zunehmend in den Endpreisen widerspiegeln. Zwar hatten viele Händler zunächst größere Warenmengen vorab eingekauft, um Preissteigerungen zu vermeiden, doch diese Vorräte seien inzwischen größtenteils erschöpft.

Jassy betonte, dass die Reaktion auf die Zölle unterschiedlich ausfalle: Manche Händler gäben die gestiegenen Importkosten direkt an die Kunden weiter, andere versuchten, sie durch niedrigere Margen aufzufangen. Ein Mittelweg sei ebenfalls üblich. Dass nun aber eine wachsende Zahl von Produkten von Preisanstiegen betroffen sei, könne nicht mehr ignoriert werden.

Händler am Limit

Im April des Vorjahres hatte Jassy noch erklärt, dass Amazon keine nennenswerten Preissteigerungen verzeichne. Doch diese Einschätzung hat sich nun offenbar gewandelt. Besonders für kleinere Händler seien die Zölle schwer aufzufangen – viele verfügten nicht über ausreichend hohe Margen, um zusätzliche Kosten von zehn Prozent oder mehr intern auszugleichen.

Eine große US-Handelsorganisation hatte bereits im vergangenen Sommer davor gewarnt, dass der Handelskonflikt Auswirkungen auf die Warenverfügbarkeit und Preisgestaltung im Frühling haben werde. Neben höheren Preisen sei auch mit sinkender Produktvielfalt und möglichen Jobverlusten zu rechnen.

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Verbraucherverhalten verändert sich

Laut Jassy zeigt sich trotz der Belastung eine gewisse Konsumresilienz: Viele Kunden geben weiterhin Geld aus. Dennoch beobachte Amazon Verhaltensänderungen. Immer mehr Käufer würden zu günstigeren Alternativen greifen oder ganz auf nicht dringend benötigte Produkte verzichten. „Man sieht, dass Verbraucher an vielen Stellen genau hinsehen und abwägen, was sie sich leisten können“, so der Amazon-Chef.

Angesichts der generell geringen operativen Marge im Einzelhandel sei es schwierig, Preissteigerungen dauerhaft zu vermeiden. Amazon bemühe sich nach wie vor, die Preise so niedrig wie möglich zu halten – doch das sei in der aktuellen Lage nicht in allen Fällen realistisch.

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