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Insolvenzen von Apotheken steigen auf Höchststand seit 2008

Altes Apothekenschild an einem Engel
Foto: doganmesut / depositphotos.com

Key takeaways

Die Zahl der Apothekeninsolvenzen in Deutschland steigt auf den höchsten Stand seit 2008. Steigende Kosten und stagnierende Einnahmen belasten die Branche zunehmend. Trotz dieser Entwicklung bleibt sie stabiler als die Gesamtwirtschaft – doch der Druck auf viele Betriebe wächst weiter.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die wirtschaftliche Lage vieler Apotheken in Deutschland verschärft sich spürbar. Die Zahl der Insolvenzen hat im Jahr 2025 den höchsten Stand seit mehr als anderthalb Jahrzehnten erreicht und signalisiert wachsenden Druck auf die Branche.

Deutlicher Anstieg der Insolvenzen

Mit 44 Fällen im Jahr 2025 wurde laut dem Risikomanagement-Unternehmen CRIF ein Höchstwert seit 2008 erreicht. Nach vergleichsweise niedrigen Zahlen in den Jahren zuvor hat sich die Entwicklung seit 2023 deutlich beschleunigt. Innerhalb von zwei Jahren hat sich die Zahl der Insolvenzen mehr als verdoppelt.

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Steigende Kosten als Haupttreiber

Ursächlich für die Entwicklung sind vor allem steigende Kosten in mehreren Bereichen. Personal, Energie, Mieten und bürokratische Anforderungen belasten die Betriebe zunehmend. Gleichzeitig bleibt die Vergütung weitgehend unverändert, was die wirtschaftliche Situation zusätzlich verschärft.

Mehr Apotheken in wirtschaftlicher Gefahr

Auch die Zahl der wirtschaftlich gefährdeten Apotheken steigt weiter an. Bundesweit gelten inzwischen mehrere hundert Betriebe als risikobehaftet. Der Anstieg zeigt, dass sich die Herausforderungen nicht nur auf einzelne Unternehmen beschränken, sondern strukturelle Ursachen haben.

Regionale Unterschiede deutlich sichtbar

Die Entwicklung verläuft regional unterschiedlich. In einigen Bundesländern steigt die Zahl gefährdeter Apotheken deutlich an, während andere Regionen sogar rückläufige Werte verzeichnen. Diese Unterschiede deuten auf unterschiedliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen und regionale Besonderheiten hin.

Branche bleibt vergleichsweise stabil

Trotz der zunehmenden Belastung zeigt sich die Apothekenbranche im Vergleich zur Gesamtwirtschaft weiterhin robuster. Der Anteil gefährdeter Betriebe liegt deutlich unter dem Durchschnitt aller Unternehmen in Deutschland.

Strukturelle Herausforderungen nehmen zu

Die Kombination aus steigenden Ausgaben und stagnierenden Einnahmen stellt viele Apotheken vor grundlegende Herausforderungen. Insbesondere die fehlende Anpassung der Vergütung verschärft die Situation langfristig.

Warnsignal für die Versorgung

Die steigenden Insolvenzzahlen könnten auch Auswirkungen auf die flächendeckende Versorgung haben. Sinkende Betriebszahlen könnten langfristig die Verfügbarkeit von Apothekenleistungen beeinträchtigen.

Fazit: Stabil, aber unter Druck

Die aktuellen Zahlen zeigen ein widersprüchliches Bild: Während die Branche insgesamt stabiler bleibt als viele andere Wirtschaftsbereiche, nimmt der wirtschaftliche Druck spürbar zu. Ohne strukturelle Anpassungen könnte sich dieser Trend weiter verstärken.

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