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Starker Sommer: Bike24 hebt Umsatzprognose deutlich an

Fahrradfahrer von Bike24
Foto: Bike24 AG

Key takeaways

➟ Bike24 erhöht nach einem starken Sommergeschäft seine Umsatzprognose für 2026 deutlich. Gleichzeitig engt der Händler die EBITDA-Erwartung ein, da Internationalisierung und geopolitische Faktoren zusätzliche Kosten verursachen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Bike24 hebt nach einem anhaltend starken Geschäftsverlauf seine Umsatzprognose für 2026 deutlich an. Der Fahrradhändler erwartet nun Erlöse zwischen 345 und 360 Millionen Euro. Bislang war das Unternehmen von 318 bis 332 Millionen Euro ausgegangen.

Grundlage der Anpassung sind indikative Ergebnisse für Juli und August. Nach Angaben des Unternehmens setzte sich damit der positive Umsatztrend aus dem ersten Halbjahr auch im dritten Quartal fort.

Umsatzprognose steigt deutlich

Mit der neuen Spanne liegt die Untergrenze der Prognose bereits 27 Millionen Euro über der bisherigen Erwartung. Am oberen Ende steigt das Umsatzziel sogar um 28 Millionen Euro.

Bike24 reagiert damit auf die Geschäftsentwicklung nach Abschluss des ersten Halbjahres. Bereits im zweiten Quartal hatte der Konzern den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 20,1 Prozent auf 96,1 Millionen Euro gesteigert.

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EBITDA-Spanne wird eingeengt

Beim bereinigten EBITDA nimmt Bike24 dagegen keine vergleichbare Anhebung vor. Die Prognose wird von bislang 16 bis 20 Millionen Euro auf nun 16 bis 18 Millionen Euro konkretisiert.

Als Gründe nennt das Unternehmen höhere Kosten durch die Internationalisierung, Veränderungen im Produktmix sowie Belastungen infolge aktueller geopolitischer Entwicklungen. Die höhere Umsatzprognose führt damit nicht automatisch zu einer entsprechend stärkeren Ergebnisentwicklung.

Zweites Quartal lieferte Wachstumsbasis

Im zweiten Quartal hatte Bike24 das bereinigte EBITDA um 15,8 Prozent auf 5,9 Millionen Euro gesteigert. Gleichzeitig wuchsen die lokalisierten europäischen Märkte um 29,7 Prozent auf 21,5 Millionen Euro.

Auch das DACH-Geschäft entwickelte sich positiv und erreichte mit 66,4 Millionen Euro ein Umsatzplus von 17,2 Prozent. Besonders Teile, Zubehör und Bekleidung trugen mit einem Wachstum von 22,3 Prozent zur Entwicklung bei.

Internationale Expansion bleibt Wachstumstreiber

Parallel baut Bike24 sein Geschäft außerhalb der Kernregion weiter aus. Ende Juni starteten lokalisierte Webshops für Dänemark und Slowenien, im Juli folgte Irland.

Mit den zusätzlichen Märkten will das Unternehmen seine Präsenz in Europa ausbauen und weiteres Umsatzpotenzial erschließen. Die höheren Internationalisierungskosten wirken sich kurzfristig allerdings auf die Profitabilität aus und begrenzen die EBITDA-Erwartung für das Gesamtjahr.

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