Der Fahrradhändler BIKE24 hat seinen Wachstumskurs im zweiten Quartal 2026 fortgesetzt. Der Konzernumsatz stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 20,1 Prozent auf 96,1 Millionen Euro. Gleichzeitig erhöhte sich das bereinigte EBITDA um 15,8 Prozent auf 5,9 Millionen Euro. Trotz eines von Preisaktionen und intensivem Wettbewerb geprägten Marktumfelds blieb das Geschäft damit profitabel.
Besonders kräftig entwickelten sich die lokalisierten europäischen Märkte. Ihr Umsatz nahm um 29,7 Prozent auf 21,5 Millionen Euro zu. In der DACH-Region erzielte BIKE24 ein Wachstum von 17,2 Prozent auf 66,4 Millionen Euro.
BIKE24 erweitert lokalisierte Webshops
Die internationale Expansion wird mit zusätzlichen länderspezifischen Angeboten fortgesetzt. Ende Juni gingen lokalisierte Webshops für Dänemark und Slowenien an den Start, im Juli folgte Irland. BIKE24 will damit die Marktpenetration außerhalb seines etablierten DACH-Geschäfts weiter erhöhen.
Auf Produktebene lieferten vor allem Teile, Zubehör und Bekleidung Wachstumsimpulse. Der Umsatz dieser Kategorie legte um 22,3 Prozent auf 78,9 Millionen Euro zu. Mit Komplett-Fahrrädern setzte BIKE24 17,2 Millionen Euro um, 11,0 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das Unternehmen verweist insbesondere auf eine positive Entwicklung bei Gravel- und Rennrädern.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Bereinigtes EBITDA erreicht 5,9 Millionen Euro
Der Rohertrag erhöhte sich im zweiten Quartal um 18,8 Prozent auf 26,3 Millionen Euro. Die Bruttomarge blieb mit 27,4 Prozent annähernd auf dem Vorjahresniveau von 27,7 Prozent. Gleichzeitig investierte BIKE24 zusätzlich in Marketing, Fulfillment und Kapazitäten für die Expansion.
Das bereinigte EBITDA stieg von 5,1 Millionen auf 5,9 Millionen Euro. Die entsprechende Marge verringerte sich leicht von 6,3 auf 6,1 Prozent. Das EBIT verbesserte sich von 0,9 Millionen auf 1,6 Millionen Euro. Unter dem Strich erzielte BIKE24 einen Quartalsgewinn von 0,6 Millionen Euro nach 0,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
Halbjahresumsatz steigt auf 166,9 Millionen Euro
Auch über die ersten sechs Monate verzeichnete der Fahrradhändler deutliches Wachstum. Der Konzernumsatz erhöhte sich um 20,8 Prozent von 138,1 Millionen auf 166,9 Millionen Euro. Das Bruttoergebnis legte um 20,7 Prozent auf 44,3 Millionen Euro zu, während die Bruttomarge mit 26,6 Prozent stabil blieb.
Die betrieblichen Kosten entwickelten sich nach Unternehmensangaben insgesamt langsamer als der Umsatz. Dadurch stieg das bereinigte EBITDA im Halbjahr um 35,7 Prozent von 5,6 Millionen auf 7,7 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich von 4,1 auf 4,6 Prozent.
Warenbestand steigt auf 91,6 Millionen Euro
Für das zweite Halbjahr hat BIKE24 den Warenbestand gezielt erhöht. Ende Juni lag dieser bei 91,6 Millionen Euro. Das Verhältnis des Vorratsbestands zum Umsatz blieb mit 28,8 Prozent nahezu unverändert gegenüber 28,7 Prozent im Vorjahresquartal.
Mit dem Bestandsaufbau will der Händler eine hohe Warenverfügbarkeit sicherstellen. Gleichzeitig sollen die Integration des Logistikstandorts Barcelona, zusätzliche Fahrradzustellmöglichkeiten über Collect & Ride und das erweiterte Operations-Netzwerk die weitere Skalierung unterstützen.
Jahresprognose für 2026 bleibt bestehen
Trotz makroökonomischer Unsicherheiten und des anhaltenden Preiswettbewerbs bestätigt BIKE24 seine Prognose für das Gesamtjahr. Erwartet wird weiterhin ein Umsatz zwischen 318 Millionen und 332 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA soll zwischen 16 Millionen und 20 Millionen Euro erreichen.
Für die zweite Jahreshälfte setzt das Unternehmen auf die erweiterten lokalen Angebote, eine wachsende Kundenbasis und hohe Produktverfügbarkeit. Gleichzeitig bleibt die Balance zwischen Expansion, zusätzlichen Kapazitäten und Profitabilität angesichts des wettbewerbsintensiven Marktumfelds ein zentraler Faktor.






