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Digitalverband Bitkom: Deutschland klettert im Digitalranking auf Platz 14

Visualisierung zu Digitalisierung
Symbolbild Digitalisierung / Foto: Pixabay

Key takeaways

Deutschland belegt im neuen Bitkom-DESI-Index Platz 14 unter 27 EU-Staaten. Stärken liegen in Wirtschaft und Netzqualität, Schwächen vor allem in der Verwaltung. Bitkom fordert einen digitalen Fahrplan, Bürokratieabbau und Investitionsanreize.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Deutschland hat im EU-weiten Digitalisierungsvergleich etwas aufgeholt und belegt im aktuellen Bitkom-DESI-Index Platz 14 unter 27 Mitgliedsstaaten. Im Vorjahr lag die Bundesrepublik noch auf Rang 16, zuvor teils besser. Besonders stark zeigt sich Deutschland bei der digitalen Wirtschaft und der Netzqualität, deutlich schwächer jedoch in der digitalen Verwaltung.

Bessere Wirtschaft, schwache Verwaltung

In der „Digitalen Transformation von Unternehmen“ erreicht Deutschland Platz 8, dank überdurchschnittlicher Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz und Cloud-Nutzung. Bei der Netzqualität belegt die Bundesrepublik Rang 9, liegt in der tatsächlichen Nutzung aber nur auf Platz 19. 99 Prozent der Haushalte verfügen über 5G, 78 Prozent haben Gigabit-Anschlussmöglichkeiten, doch nur 6 Prozent nutzen sie – deutlich unter EU-Durchschnitt.

Die digitalen Kompetenzen sind mit Rang 15 ebenfalls unterdurchschnittlich: Rund 20 Prozent der Bevölkerung verfügen über überdurchschnittliche IT-Fähigkeiten, acht Prozentpunkte weniger als im EU-Schnitt. Am schwächsten ist Deutschland in der digitalen Verwaltung (Rang 21). Nur 38 Prozent der Online-Formulare sind vorausgefüllt (EU-Schnitt 71 Prozent), und die Nutzung digitaler Verwaltungsdienste liegt ebenfalls klar unter dem Durchschnitt.

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EU-Vergleich und Methodik

Die EU-Kommission hatte den Digital Economy and Society Index (DESI) bis 2022 veröffentlicht, seitdem nur noch Einzelindikatoren. Bitkom hat diese Daten neu gewichtet und einen eigenen Index erstellt. Finnland führt das Gesamtranking vor Dänemark und den Niederlanden an, Schlusslichter sind Bulgarien, Griechenland und Rumänien.

Forderungen an die Politik

Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst fordert einen klaren digitalpolitischen Fahrplan der Bundesregierung. Neben Bürokratieabbau und Ausbau digitaler Kompetenzen sollen Länder und Kommunen stärker eingebunden werden. Auch Investitionen in die Digitalwirtschaft und niedrigere Energiekosten für Rechenzentren seien entscheidend.

Wintergerst plädiert zudem für gesetzliche Vereinfachungen wie die Abschaffung der Schriftformerfordernis und die Einführung des Once-Only-Prinzips, um Bürgerdaten nur einmal erfassen zu müssen. Ziel sei es nicht allein, im Ranking zu steigen, sondern ein digital souveränes und effizientes Deutschland zu schaffen.

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