Nike ist mit rückläufigen Erlösen in das Geschäftsjahr 2027 gestartet. Im ersten Quartal bis Ende August sank der Umsatz um 4 Prozent auf 11,2 Milliarden US-Dollar, währungsbereinigt lag das Minus bei 5 Prozent. Gleichzeitig verbesserte sich die Bruttomarge um 60 Basispunkte auf 42,8 Prozent.
Nike Direct und Digitalgeschäft schwächeln
Die Umsätze der Marke Nike gingen um 4 Prozent auf 11,0 Milliarden Dollar zurück. Belastend wirkten vor allem das Geschäft in Greater China und der Region EMEA, während Nordamerika zulegen konnte.
Besonders deutlich fiel das Minus im Direktgeschäft aus. Nike Direct setzte 4,1 Milliarden Dollar um und lag damit 8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das digitale Geschäft der Marke Nike schrumpfte um 13 Prozent, die eigenen Stores verzeichneten einen Rückgang von 5 Prozent.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Wholesale entwickelt sich stabiler
Das Großhandelsgeschäft zeigte sich robuster. Die Wholesale-Erlöse der Marke Nike sanken lediglich um 1 Prozent auf 6,8 Milliarden Dollar.
Auch hier belastete vor allem Greater China, während Nordamerika gegensteuerte. Deutlich schwächer entwickelte sich dagegen Converse: Die Marke setzte im Quartal 263 Millionen Dollar um, 28 Prozent weniger als im Vorjahr.
Ergebnis bleibt trotz Umsatzminus vergleichsweise stabil
Nike konnte einen Teil des Umsatzrückgangs durch niedrigere Kosten auffangen. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten sanken um 3 Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar, wobei insbesondere geringere Personal- und Verwaltungskosten entlasteten.
Gleichzeitig erhöhte Nike seine Ausgaben für Markenmarketing um 5 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn sank um 2 Prozent auf 0,7 Milliarden Dollar, der verwässerte Gewinn je Aktie lag bei 0,48 Dollar.
Pace soll bis 2031 Milliarden einsparen
Mit dem Programm „Pace“ startet Nike zugleich eine umfassende Transformation seines Betriebsmodells. Vorgesehen sind unter anderem eine modernisierte globale Lieferkette, ein neuer Standort in Indien, die Neuausrichtung auf drei geografische Regionen und weitere organisatorische Verschlankungen.
Bis zum Geschäftsjahr 2031 erwartet Nike daraus kumulierte Einsparungen von rund 2,5 Milliarden Dollar. Dem stehen voraussichtlich rund 1,0 Milliarden Dollar an Vorsteuerbelastungen gegenüber, vor allem im Zusammenhang mit Personalmaßnahmen. Für das laufende Geschäftsjahr 2027 rechnet Nike mit rund 0,3 Milliarden Dollar an entsprechenden Aufwendungen.
Nike erwartet weiteres Umsatzminus
Für das gesamte Geschäftsjahr 2027 stellt sich der Konzern auf einen deutlichen Rückgang ein. Der Umsatz soll im hohen einstelligen Prozentbereich sinken.
Beim bereinigten verwässerten Gewinn je Aktie erwartet Nike eine Spanne von 1,15 bis 1,35 Dollar. Darin sind Restrukturierungsaufwendungen aus dem Pace-Programm von rund 0,15 Dollar je Aktie nicht enthalten.




