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AI Commerce: Wird ChatGPT bald zur echten Shopping-Plattform?

Kaffeemaschinen im ChatGPT Shopping Chat
Foto: OpenAI

Key takeaways

OpenAI plant Berichten nach einen eigenen Bezahl-Check-out für ChatGPT. Kunden sollen Produkte direkt im Chat kaufen können, Händler zahlen dafür eine Provision. Das Feature könnte OpenAI neue Einnahmen bringen – für Online-Shops bedeutet es jedoch potenziellen Sichtbarkeitsverlust.

Lesezeit ca. 2 Minuten

OpenAI baut seinen KI-Chatbot ChatGPT zunehmend zur Verkaufsplattform aus. Bereits seit Frühling erscheinen in passenden Unterhaltungen Produktempfehlungen samt direkter Links zu Online-Shops. Nun soll Berichten zufolge ein integrierter Bezahlprozess folgen. Dies berichtet die Financial Times unter Berufung auf interne Dokumente.

Bezahlen direkt in der Chat-Maske

Der neue Ansatz soll es Nutzern ermöglichen, Produkte nicht nur zu suchen, sondern direkt in der ChatGPT-Oberfläche zu erwerben. Die Integration eines Bezahl-Check-outs ist dabei keine bloße Idee mehr, sondern befindet sich in der Umsetzung. Erste Versionen sollen bereits mit Partnern wie Shopify getestet worden sein. OpenAI will an Transaktionen mitverdienen – Händler, die diese Funktion nutzen, sollen wie bei Preissuchmaschinen oder Affiliates eine Provision auf Verkäufe entrichten.

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Auch Perplexity wagt E-Commerce Vorstöße

Auch der Wettbewerber Perplexity experimentiert seit längerer Zeit mit nahtlosen Shopping-Möglichkeiten. Erst im Mai wurde eine große Partnerschaft mit PayPal geschlossen. Kern der Kooperation ist eine Integration von PayPals Zahlungstechnologie. Die komplette Kaufabwicklung – von der Zahlung über Versand und Tracking bis zur Rechnungsstellung – läuft im Hintergrund über PayPals Ökosystem. 

Neue Einnahmequelle für OpenAI, neue Herausforderungen für Händler

Für OpenAI eröffnet sich damit ein lukratives Geschäftsfeld. Doch für Online-Shops stellt das neue System eine strategische Herausforderung dar. Wenn Produkte direkt über ChatGPT verkauft werden, könnten Händler an Sichtbarkeit verlieren – ähnlich wie bei der zunehmenden Abhängigkeit vom Google-Traffic. Ein ähnliches Schreckensszenario erleben aktuell Publisher in Google, wo die AI Overviews bereits spürbar Traffic kosten.

Letztlich droht das klassische Dilemma der Plattformökonomie: Zwar könnte die Chatbot-Integration zusätzliche Umsätze generieren, gleichzeitig besteht aber das Risiko, dass Kunden den direkten Besuch im Online-Shop künftig vermeiden.

KI verändert die Customer Journey

Die Customer Journey verschiebt sich durch den KI-Boom immer weiter in Plattformen wie ChatGPT. Für viele Online-Händler bedeutet das auch eine notwendige Anpassung ihrer SEO-Strategien, um im neuen Ökosystem sichtbar zu bleiben. Ob sich der potenzielle Sichtbarkeitsverlust durch zusätzliche Einnahmen ausgleichen lässt, bleibt offen. Klar ist: Mit dem geplanten Bezahlprozess verschiebt sich das Machtverhältnis im E-Commerce weiter in Richtung der Plattformbetreiber.

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