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Edeka-Händler Feneberg beantragt Insolvenz – rund 70 Filialen betroffen

Grosses EDEKA Logo auf einem Dach
Foto: Depositphotos

Key takeaways

Edeka Feneberg hat ein Schutzschirmverfahren beantragt, um sich wirtschaftlich neu aufzustellen. Betroffen sind rund 3000 Mitarbeiter und über 70 Filialen im Süden Deutschlands. Filialschließungen und Investorenlösungen sind mögliche Teile der Neuausrichtung.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der Edeka-Händler Feneberg hat Medienberichten nach beim Amtsgericht Kempten einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung nach dem Schutzschirmmodell gestellt. Ziel sei laut Lebensmittelpraxis eine wirtschaftliche und strukturelle Neuausrichtung. Feneberg betreibt etwas über 70 Filialen in Süddeutschland, darunter in Städten wie Ulm, Ravensburg und Memmingen, und beschäftigt rund 3000 Mitarbeiter.

Das Schutzschirmverfahren erlaubt es Unternehmen, sich bei drohender Zahlungsunfähigkeit unter Aufsicht eines Sachwalters selbst zu sanieren. Nach Unternehmensangaben reagiert Feneberg damit auf eine angespannte wirtschaftliche Lage. Als Ursachen werden Verluste, hohe Pensionslasten sowie strukturelle Defizite im Filialnetz genannt. Auch die Folgen der Insolvenz der früheren Tochtergesellschaft Allgäu Fresh Foods wirken nach.

Filialnetz wird kritisch geprüft

Ein zentraler Bestandteil der Sanierung ist die Überprüfung des bestehenden Filialnetzes. Standorte, die dauerhaft wirtschaftlich nicht tragfähig sind, stehen zur Disposition. Feneberg schließt neben Filialschließungen auch rechtliche oder wirtschaftliche Übertragungen einzelner Filialen oder Filialgruppen auf Investoren nicht aus. Ziel sei es, möglichst viele Standorte in tragfähigen Strukturen zu erhalten.

Das operative Geschäft im Lebensmitteleinzelhandel soll während der Sanierung ohne Einschränkungen weiterlaufen. Die Versorgung der Kunden sei gesichert, ebenso die Löhne der Mitarbeiter. Die Finanzierung des laufenden Betriebs sei sichergestellt, erklärte Jochen Sedlitz von der Kanzlei Grub Brugger, die Feneberg im Verfahren berät und zuletzt unter anderem Allgäu Fresh Foods mit saniert hatte.

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Geschäftsführung und Investorenprozess

Die operative Verantwortung in der Sanierungsphase übernimmt Stephan Leibold als Sanierungsgeschäftsführer gemeinsam mit Amelie Feneberg. Als vorläufiger Sachwalter wurde Martin Hörmann von der Kanzlei Anchor eingesetzt. Das Unternehmen will die Stabilisierung der wirtschaftlichen Basis erreichen und so eine Zukunftsperspektive für Filialen und Arbeitsplätze sichern, so Grub-Brugger-Partner Frank Schäffler.

Die Grundlage der Sanierung bildet ein bereits ausgearbeiteter Maßnahmenkatalog. Parallel läuft ein Investorenprozess, bei dem sowohl strategische Partner als auch ergänzende Finanzierungsmöglichkeiten geprüft werden.

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