Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance Corporation unter Auflagen genehmigt. Die Zustimmung erfolgt im Rahmen der EU-Fusionskontrollverordnung und ist an die vollständige Umsetzung von Verpflichtungszusagen gebunden.
Paramount und Warner sind beide in der Produktion und Distribution von Film- und audiovisuellen Inhalten tätig. Ziel der Transaktion ist es laut Unternehmen, die Wettbewerbsfähigkeit im sich schnell wandelnden Unterhaltungsmarkt zu stärken, insbesondere im wachsenden Streaming-Segment.
Wettbewerbsprüfung auf mehreren Märkten
Die Kommission untersuchte die Auswirkungen der Übernahme auf verschiedenen Ebenen der Wertschöpfungskette. Dazu zählen die Filmproduktion und -distribution, die Lizenzierung von Inhalten, die Bereitstellung von TV-Sendern sowie audiovisuelle Dienste im Endkundengeschäft.
Im Bereich der Filmproduktion sieht die Kommission weiterhin ausreichend Wettbewerb im Europäischen Wirtschaftsraum. Neben großen US-Studios wie Disney, Universal und Sony sind auch kleinere Anbieter sowie europäische Studios aktiv.
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Bedenken beim Filmvertrieb
Kritischer bewertete die Kommission die Auswirkungen auf den Filmvertrieb. Durch die Integration des Warner-Filmportfolios in bestehende Vertriebsstrukturen hätte sich die Marktkonzentration in mehreren europäischen Ländern deutlich erhöht.
Besonders im Fokus steht die bestehende Kooperation zwischen Paramount und Universal im Rahmen des Joint Ventures United International Pictures (UIP). Ohne Gegenmaßnahmen hätte dies zu schlechteren Konditionen für Kinobetreiber führen können, was letztlich auch Verbraucher benachteiligt hätte.
Verpflichtungszusagen als Voraussetzung
Um die wettbewerbsrechtlichen Bedenken auszuräumen, hat Paramount umfassende Zusagen gemacht. Dazu gehört insbesondere der Ausstieg aus dem Joint Venture UIP innerhalb von 13 Monaten nach Abschluss der Transaktion.
Zudem verpflichtet sich das Unternehmen für einen Zeitraum von zehn Jahren, keine gemeinsamen Vertriebsvereinbarungen mit Universal einzugehen und bestehende Vertriebsstrukturen nicht zugunsten gemeinsamer Modelle mit anderen großen Studios zu verändern.
Diese Maßnahmen sollen sicherstellen, dass die Filme des fusionierten Unternehmens unabhängig vertrieben werden und keine marktverzerrenden Kooperationen entstehen.
Keine erheblichen Bedenken in anderen Bereichen
Entlang der übrigen Wertschöpfungskette sieht die Kommission weiterhin ausreichend Wettbewerb. Insbesondere im Bereich audiovisueller Inhalte und TV-Angebote bestehen laut Untersuchung genügend Alternativen, die einen wirksamen Wettbewerbsdruck gewährleisten.
Auch im Segment von Kinderinhalten im Pay-TV geht die Behörde davon aus, dass Streaming-Plattformen weiterhin als starke Konkurrenz auftreten.
Überwachung der Auflagen
Die Genehmigung ist an die vollständige Umsetzung der zugesagten Maßnahmen gebunden. Ein unabhängiger Treuhänder wird die Einhaltung der Verpflichtungen unter Aufsicht der Europäischen Kommission überwachen.
Mit der Entscheidung sieht die Kommission die wettbewerbsrechtlichen Risiken als ausreichend adressiert an. Die Übernahme kann somit erfolgen, sofern die festgelegten Bedingungen eingehalten werden.






