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Neue EU-Regeln für Honig: Herkunft wird für Verbraucher transparent

Imker beim Entferner einer Honigwabe
Foto: Pexels

Key takeaways

Neue EU-Vorschriften verpflichten Honighersteller zu detaillierten Herkunftsangaben mit Prozentanteilen. Verbraucher erhalten dadurch erstmals klare Einblicke in die Zusammensetzung von Mischhonigen. Die Regelung reagiert auf frühere Kritik an mangelnder Transparenz und stärkt zugleich die Position regionaler Imkereien im Wettbewerb.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Seit dem 14. Juni 2026 gelten in der Europäischen Union neue Vorschriften zur Kennzeichnung von Honig. Ziel ist es, Verbrauchern eine deutlich bessere Orientierung über die Herkunft von Mischhonigen zu ermöglichen und die Transparenz im Lebensmittelhandel spürbar zu erhöhen.

Klare Herkunftsangaben statt pauschaler Hinweise

Bisher mussten Hersteller häufig nur angeben, dass ein Produkt eine „Mischung von Honig aus EU- und Nicht-EU-Ländern“ enthält. Diese Praxis wird nun weitgehend abgeschafft. Künftig sind alle Herkunftsländer eines Honigs laut der EU-Honigverordnung in absteigender Reihenfolge ihres Anteils zu nennen – inklusive prozentualer Angaben. Damit wird erstmals nachvollziehbar, wie sich ein Produkt konkret zusammensetzt.

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Deutschland setzt strengere Standards um

Während die EU auch vereinfachte Kennzeichnungen erlaubt hätte, verzichtet Deutschland auf diese Möglichkeit. Hierzulande müssen alle enthaltenen Herkunftsländer vollständig ausgewiesen werden, wie der Deutsche Imkerbund in einer Pressemitteilung betont. Das schafft ein besonders hohes Maß an Transparenz für Verbraucher und hebt die Anforderungen im europäischen Vergleich an.

Antwort auf frühere Skandale und Kritik

Die neuen Regelungen sind auch eine Reaktion auf wiederkehrende Diskussionen über importierten Honig. Vor allem Produkte aus Drittstaaten standen immer wieder im Verdacht, nicht den Qualitätsanforderungen zu entsprechen oder gestreckt zu sein. Verbände wie der Deutsche Imkerbund hatten daher seit Jahren eine präzisere Kennzeichnung gefordert.

Langsamer Übergang im Handel

Trotz Inkrafttretens wird sich die Umstellung im Regal schrittweise vollziehen. Bereits abgefüllte Produkte dürfen weiterhin verkauft werden, sodass alte Etiketten noch bis zum Abverkauf sichtbar bleiben. Erst mittelfristig wird sich die neue Kennzeichnung flächendeckend durchsetzen.

Chancen für regionale Imkereien

Für heimische Produzenten bringt die Neuregelung Vorteile. Verbraucher können künftig klar erkennen, ob ein Honig vollständig aus Deutschland stammt oder Teil einer internationalen Mischung ist. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein für die Vielfalt und Qualität regionaler Honigsorten, die sich je nach Herkunft deutlich unterscheiden.

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