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Bund beschließt Film-Investitionspflicht für Netflix, Amazon und Co.

Fernbedienung vor einem TV-Streaming
Foto: Pexels

Key takeaways

Die Bundesregierung verpflichtet Streamingdienste zu Investitionen in deutsche Filmproduktionen und erhöht gleichzeitig die Fördermittel deutlich. Ziel ist es, den Filmstandort Deutschland zu stärken und mehr internationale Produktionen anzuziehen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Bundesregierung hat eine umfassende Reform zur Stärkung des Filmstandorts Deutschland beschlossen. Künftig werden Streamingdienste und Fernsehsender verpflichtet, einen festen Anteil ihres Umsatzes in die heimische Filmproduktion zu investieren. Gleichzeitig stellt der Bund zusätzliche Fördermittel in erheblichem Umfang bereit.

Verpflichtende Investitionen für Streamingdienste

Kern des neuen Gesetzes ist eine Investitionsverpflichtung von mindestens 8 Prozent des Jahresumsatzes für Mediendiensteanbieter. Diese Mittel sollen gezielt in Filmproduktionen in Deutschland fließen. Ergänzt wird die Regelung durch konkrete Vorgaben für deutschsprachige Inhalte, unabhängige Produzenten sowie neue Produktionen.

Zudem sieht das Gesetz eine fairere Aufteilung von Verwertungsrechten vor, um insbesondere unabhängige Produzenten zu stärken. Ziel ist es, die gesamte Wertschöpfungskette im deutschen Filmmarkt nachhaltig zu fördern.

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Mehr Spielraum durch freiwillige höhere Quoten

Das Gesetz enthält auch eine sogenannte Öffnungsklausel: Unternehmen, die freiwillig mindestens 12 Prozent ihres Umsatzes investieren, können von bestimmten Detailvorgaben abweichen. Damit soll ein Anreiz geschaffen werden, zusätzliche Investitionen zu tätigen, ohne die Geschäftsmodelle der Anbieter übermäßig einzuschränken.

Filmförderung auf Rekordniveau

Parallel zur Investitionspflicht werden laut Bundesregierung die staatlichen Fördermittel deutlich ausgeweitet. Der Bund stellt künftig jährlich 250 Millionen Euro für Filmförderung bereit. Zusammen mit weiteren Programmen und der Filmförderungsanstalt ergibt sich ein Gesamtvolumen von über 300 Millionen Euro pro Jahr.

Zusätzliche Mittel der Bundesländer erhöhen das Fördervolumen weiter und sollen den internationalen Wettbewerb um Filmproduktionen stärken.

Ziel: Stärkung des Filmstandorts Deutschland

Mit der Reform verfolgt die Bundesregierung das Ziel, mehr Filmproduktionen nach Deutschland zu holen und die europäische Filmwirtschaft insgesamt zu stärken. Gleichzeitig sollen Streaminganbieter stärker in die Verantwortung genommen werden, wenn sie am deutschen Markt tätig sind.

Die Maßnahmen sollen der Branche langfristige Planungssicherheit geben und die Grundlage für mehr internationale Produktionen sowie erfolgreiche Inhalte „made in Germany“ schaffen.

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