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Lifestyle-Fokus: Görtz eröffnet neue Stores trotz laufender Insolvenz

Eingang einer Görtz-Filiale
Foto: Görtz

Key takeaways

Der insolvente Schuhhändler Görtz plant trotz laufendem Verfahren neue Filialen in Wiesbaden und Hamburg. Das neue Konzept setzt auf Lifestyle, Bekleidung und exklusive Marken wie Looks by Wolfgang Joop. Geschäftsführer Bolko Kissling treibt die Neuausrichtung des Traditionsunternehmens nach einer umfassenden Schließungswelle weiter voran.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Nach massiven Einschnitten und einer Vielzahl an Schließungen wagt der insolvente Schuhhändler Görtz den nächsten Schritt: Die Expansion. Trotz laufendem Insolvenzverfahren, das kürzlich auch auf die österreichische Tochtergesellschaft ausgeweitet wurde, setzt Geschäftsführer Bolko Kissling auf Neuanfang – und eröffnet neue Filialen.

Eine erste Neueröffnung hat in Wiesbaden bereits stattgefunden. Weitere Stores in Hamburg sollen bald folgen, wie Kissling gegenüber FashionUnited bestätigte. Der Unternehmer hatte Görtz 2023 im Zuge einer vorherigen Insolvenz übernommen und verfolgt nun ein verändertes Konzept, das über den klassischen Schuhhandel hinausgeht.

Neue Strategie mit Lifestyle-Fokus

Die neuen Läden sind Teil eines im August 2024 angekündigten Lifestyle-Konzepts, das zusätzlich zur Schuhmode auch Bekleidung umfasst. „Der Ansatz wird modischer bei gleichem Preisniveau sein und durch unsere neuen exklusiven Marken verstärkt“, so Kissling. Dabei setzt Görtz vor allem auf die Marken Looks by Wolfgang Joop und Sansibar, ergänzt durch die hauseigene Linie GLDN.

Bereits im Herbst/Winter sollen die Marken mit erweiterten Kollektionen in den Filialen vertreten sein. Auch der Onlinevertrieb soll ab November starten und das neue Konzept digital flankieren.

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Insolvenzverfahren als Ausgangspunkt

Die Expansion erfolgt vor dem Hintergrund eines noch laufenden Insolvenzverfahrens, das im Januar 2025 beantragt und am 1. Juni durch das Amtsgericht Hamburg eröffnet wurde. Der vom Gericht bestellte Insolvenzverwalter Gideon Böhm sprach damals von einem „Scherbenhaufen“. Zahlreiche Filialen, insbesondere in der Hamburger Heimat, wurden geschlossen. Dennoch konnten einzelne Standorte wie Dresden und Oldenburg im Betrieb gehalten werden.

Trotz der schwierigen Ausgangslage will Görtz mit einem klar definierten Konzept und einem selektiven Expansionskurs wieder Boden gutmachen. Die Strategie setzt dabei nicht auf flächendeckende Präsenz, sondern auf gezielte Standorte mit hoher Relevanz für die Zielgruppe.

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