Für die insolvente Fachmarktkette Hammer Raumstylisten zeichnet sich weiterhin keine tragfähige Zukunftslösung ab, wie die Kanzlei Pluta mitteilt. Trotz intensiver Bemühungen im laufenden Insolvenzverfahren ist eine Investorenlösung bislang nicht in Sicht – und die Zeit wird knapp.
Rückschläge im Investorenprozess
Die zuletzt aussichtsreichsten Interessenten haben ihre Angebote zurückgezogen und den Übernahmeprozess beendet. Zwar ist ein neuer potenzieller Investor aufgetreten, doch angesichts des späten Einstiegs und des begrenzten Fortschritts bestehen erhebliche Zweifel an einer rechtzeitigen Einigung.
Parallel dazu werden Gespräche mit branchenfremden Interessenten geführt, die einzelne Standorte übernehmen könnten. Diese Lösungen betreffen jedoch vor allem Immobilien und bieten nur teilweise Perspektiven für Beschäftigte.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Filialnetz wird drastisch reduziert
Bereits seit Anfang April läuft ein umfassender Räumungsverkauf. Während zuvor 46 Filialen geschlossen wurden, sind aktuell noch 41 Standorte in Betrieb. Aufgrund fehlender Warenbestände und finanzieller Einschränkungen wird die Zahl der geöffneten Märkte weiter reduziert.
Ende April sollen weitere 20 Filialen schließen. Der Abverkauf konzentriert sich anschließend auf 21 Standorte, die voraussichtlich bis Ende Mai geöffnet bleiben.
Komplette Betriebseinstellung wahrscheinlich
Nach Abschluss des Räumungsverkaufs ist die vollständige Schließung aller verbleibenden Märkte geplant. Sollte nicht kurzfristig doch noch eine Investorenlösung zustande kommen, wird der Geschäftsbetrieb endgültig eingestellt.
Damit steht das bundesweite Filialnetz vor dem Aus – ein Szenario, das zunehmend wahrscheinlich erscheint.
Kündigungen und Abwicklung eingeleitet
Zur Vorbereitung der Stilllegung werden sämtliche Arbeitsverhältnisse gekündigt. Für viele Beschäftigte bedeutet dies kurzfristig das Ende ihrer Tätigkeit, teilweise verbunden mit Freistellungen. Auch alle Mietverträge werden beendet.
Trotz der angespannten Lage betont die Insolvenzverwaltung, weiterhin nach einer kurzfristigen Lösung zu suchen. Die Hoffnung auf eine Rettung besteht, gilt jedoch nur noch als gering.




