Die Hawesko Holding SE hat ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2026 nach unten korrigiert. Grundlage der Anpassung sind die inzwischen vorliegenden Geschäftszahlen für Juli und eine Entwicklung im dritten Quartal, die bislang hinter den Erwartungen des Vorstands zurückbleibt. Für den weiteren Jahresverlauf rechnet der Weinhändler zudem nur mit einer begrenzten saisonalen Belebung.
Beim Umsatz erwartet Hawesko nun einen Rückgang von 2 bis 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bislang hatte der Vorstand noch ein Wachstum von bis zu 2 Prozent in Aussicht gestellt. Im Geschäftsjahr 2025 hatte der Konzern Erlöse von 622 Millionen Euro erzielt.
Operatives EBIT soll 23 bis 26 Millionen Euro erreichen
Auch die Ergebniserwartungen fallen niedriger aus. Das operative EBIT vor einmaligen Aufwendungen soll 2026 zwischen 23 und 26 Millionen Euro liegen. Die bisherige Prognose hatte eine Spanne von 28 bis 32 Millionen Euro vorgesehen.
Gleichzeitig rechnet Hawesko mit höheren Sonderbelastungen. Einmalige Aufwendungen können nun bis zu 4 Millionen Euro erreichen, nachdem zuvor maximal 2 Millionen Euro erwartet worden waren. Damit erhöht sich zusätzlich der Druck auf das Jahresergebnis.
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Free Cashflow und Kapitalrendite niedriger erwartet
Beim Free Cashflow reduziert Hawesko die erwartete Bandbreite von bislang 30 bis 36 Millionen Euro auf 28 bis 33 Millionen Euro. Auch die Prognose für die Kapitalrendite wird zurückgenommen.
Der Return on Capital Employed (ROCE) soll im Gesamtjahr zwischen 9 und 11 Prozent erreichen. Zuvor hatte der Vorstand noch mit 11 bis 14 Prozent gerechnet. Damit betrifft die Prognosekorrektur sämtliche in der Ad-hoc-Mitteilung genannten zentralen Jahresziele.
Halbjahresumsatz sinkt um 3,6 Prozent
Bereits im ersten Halbjahr 2026 war der Konzernumsatz rückläufig. Hawesko erzielte 274,8 Millionen Euro nach 285,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Minus von 3,6 Prozent.
Das Unternehmen führt die Entwicklung auf das schwierige Marktumfeld sowie bewusste Entscheidungen zugunsten von Marge und Ertragsqualität zurück. Die Rohertragsmarge verbesserte sich dadurch von 43,9 auf 45,2 Prozent. Das operative EBIT sank gleichzeitig von 6,1 Millionen Euro im Vorjahr auf 5,1 Millionen Euro.
Hawesko intensiviert Effizienzprogramm FOKUS
Als Reaktion auf die Geschäftsentwicklung will der Vorstand das bestehende Effizienzprogramm FOKUS intensivieren. Zusätzlich ist ab Herbst eine umfassende Transformation sämtlicher E-Commerce-Aktivitäten des Konzerns vorgesehen.
Mit den Maßnahmen reagiert Hawesko auf die schwächere Nachfrage und die reduzierten Erwartungen für das verbleibende Geschäftsjahr. Während die verbesserte Rohertragsmarge auf Fortschritte bei der Ertragsqualität hindeutet, zeigen Umsatz- und EBIT-Entwicklung weiterhin die Belastungen des schwierigen Marktumfelds.





