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Nach EU-Urteil: HDE fordert faire Umsetzung der Google-DMA-Entscheidung

Abkürzung DMA für Digital Markets Act als neue Gesetzgebung der Europäischen Union (EU)
Ivan Marc / Shutterstock

Key takeaways

Nach der Google-Entscheidung der EU fordert der HDE eine faire Umsetzung des Digital Markets Act. Händler müssten gleich sichtbar bleiben, während neue Bevorzugungen einzelner Plattformen vermieden werden sollen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Nach der Entscheidung der EU-Kommission zu Verstößen Googles gegen den Digital Markets Act (DMA) fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) eine konsequente und faire Umsetzung der Vorgaben. Zwar bewertet der Verband den Abschluss der mehrjährigen Untersuchung grundsätzlich positiv, sieht jedoch weiterhin Risiken für den Wettbewerb im digitalen Handel. Entscheidend sei nun, dass die neuen Regeln tatsächlich zu mehr Chancengleichheit führen.

Signalwirkung der Kommissionsentscheidung

Die Feststellung eines Verstoßes gegen den DMA wird vom HDE als wichtiger Schritt hin zu mehr Rechtsklarheit gewertet. Nach über zwei Jahren Ermittlungen habe die EU-Kommission ein deutliches Signal gesetzt, dass die Vorschriften für große Plattformen durchgesetzt werden. Für den Handel sei dies ein notwendiger Impuls, um faire Wettbewerbsbedingungen im digitalen Umfeld zu schaffen.

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Forderung nach diskriminierungsfreien Suchergebnissen

Im Mittelpunkt der Kritik steht die Darstellung von Suchergebnissen bei Google. Der HDE betont, dass Händler unabhängig von ihrer Größe gleichberechtigt sichtbar sein müssen. Eine diskriminierungsfreie Anzeige sei essenziell, damit Verbraucher weiterhin direkten Zugang zu Angeboten von Einzelhändlern erhalten und nicht ausschließlich über Zwischenplattformen geführt werden.

Kritik an bevorzugten Platzierungen

Gleichzeitig spricht sich der Verband gegen Forderungen einzelner Preisvergleichsplattformen nach garantierten Platzierungen in Suchergebnissen aus. Solche Modelle könnten laut HDE neue Wettbewerbsverzerrungen schaffen, indem sie zusätzliche Vermittlungsebenen stärken und direkte Kundenkontakte der Händler schwächen. Ziel müsse es sein, eine ausgewogene Lösung ohne einseitige Bevorzugung einzelner Geschäftsmodelle zu finden.

Herausforderungen für bestehende Geschäftsmodelle

Der HDE weist darauf hin, dass Anpassungen zur Einhaltung des DMA bereits jetzt Auswirkungen auf den Handel haben. Veränderungen bei der Darstellung von Suchergebnissen oder bei Plattformregeln könnten bestehende Geschäftsmodelle unter Druck setzen. Umso wichtiger sei eine ausgewogene Umsetzung, die sowohl rechtlichen Anforderungen entspricht als auch wirtschaftliche Stabilität gewährleistet.

Dialog und weitere Schritte entscheidend

Für die kommenden Monate sieht der Verband den weiteren Dialog zwischen Google, EU-Kommission und Marktteilnehmern als zentral an. Ziel müsse es sein, eine praxisnahe Umsetzung sicherzustellen, die den Wettbewerb stärkt, ohne neue Ungleichgewichte zu schaffen. Die Sicherung der Online-Sichtbarkeit für alle Marktakteure bleibt dabei ein zentraler Maßstab.

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