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Healthy Living entwickelt sich zum Milliardenmarkt für Wohnen und Gesundheit

Aelterer Mann beim Home Workout
Foto: Mikhail Nilov / Pexels

Key takeaways

Smart Homes, digitale Gesundheitslösungen und neue Wohnkonzepte stoßen auf großes Interesse bei Verbrauchern. "Healthy Living" entwickelt sich zu einem milliardenschweren Zukunftsmarkt für Gesundheitswesen, Immobilienwirtschaft und Technologieanbieter.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Das eigene Zuhause wird für viele Menschen zunehmend zum zentralen Ort für Gesundheitsvorsorge und Prävention. Laut einer aktuellen Studie von PwC Deutschland und Strategy& stößt das Konzept des sogenannten Healthy Living auf großes Interesse bei Verbraucherinnen und Verbrauchern. Gleichzeitig sehen die Studienautoren darin einen milliardenschweren Zukunftsmarkt für Gesundheitswirtschaft, Immobilienbranche und Technologieanbieter.

Große Nachfrage nach gesundem Wohnen

Nach Angaben der Studie interessieren sich 92 Prozent der Befragten für Konzepte, die Gesundheitsförderung und Prävention stärker in das eigene Wohnumfeld integrieren. Dazu gehören unter anderem intelligente Smart-Home-Technologien, digitale Gesundheitslösungen und neue Wohnformen für ältere Menschen.

Besonders hoch ist der Wunsch, auch im Alter möglichst lange in den eigenen vier Wänden oder in gemeinschaftlichen Wohnformen leben zu können. Rund 78 Prozent der Teilnehmer bevorzugen diese Modelle gegenüber klassischen Pflegeeinrichtungen.

Die persönliche Gesundheit zählt für zwei Drittel der Befragten zu den wichtigsten Lebensprioritäten. In Deutschland liegt dieser Wert sogar noch höher.

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Milliardenpotenzial für Wirtschaft und Immobilienmarkt

PwC und Strategy& beziffern das Marktpotenzial von Healthy Living in Deutschland, den USA, Großbritannien und Japan zusammen auf rund zwei Billionen Euro jährlich. Allein in Deutschland sehen die Studienautoren ein Volumen von rund 266 Milliarden Euro pro Jahr.

Als besonders gefragt gelten gesundheitsorientierte Wohnkonzepte und Architektur, etwa Lösungen zur Sturzprävention, ergonomische Einrichtungen oder die digitale Vernetzung mit Pflege- und Gesundheitsdiensten.

Auch Angebote rund um Fitness, Ernährung und Gesundheitsüberwachung stoßen auf großes Interesse. Dazu zählen Heimtrainingsgeräte, gemeinschaftliche Gärten, Wearables oder intelligente Medikamentenspender.

Verbraucher wären zu höheren Wohnkosten bereit

Das Interesse an Healthy Living spiegelt sich auch in der Zahlungsbereitschaft wider. Im Durchschnitt würden Verbraucherinnen und Verbraucher monatlich rund 120 Euro mehr für Wohnraum ausgeben, der Gesundheit und Prävention aktiv unterstützt.

Eine wichtige Rolle spielt dabei staatliche Förderung. Zwei Drittel der Befragten geben an, eher bereit zu sein, entsprechende Lösungen zu nutzen, wenn diese politisch unterstützt oder finanziell gefördert werden.

Die Studienautoren sehen darin einen möglichen Werttreiber für den Immobilienmarkt und die Stadtentwicklung.

Datenschutz und Finanzierung bleiben Herausforderungen

Trotz der positiven Grundhaltung gibt es weiterhin deutliche Vorbehalte. Mehr als die Hälfte der Befragten sorgt sich um die Finanzierung und Bezahlbarkeit entsprechender Angebote. Weitere Bedenken betreffen Zuverlässigkeit, Wartung sowie Datenschutz und Datensicherheit.

Das größte Vertrauen genießen bei sensiblen Gesundheitsdaten Krankenhäuser, Pflegeanbieter und Krankenkassen. PwC sieht deshalb insbesondere Gesundheitsdienstleister in einer Schlüsselrolle bei der Weiterentwicklung von Healthy-Living-Konzepten.

Nach Einschätzung der Studienautoren wird die Entwicklung nur gelingen, wenn Gesundheitswesen, Immobilienwirtschaft, Versicherungen, Technologieunternehmen und Politik eng zusammenarbeiten. Ziel müsse es sein, Healthy Living langfristig bezahlbar und breit zugänglich zu machen.

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