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Henkel steigert Profitabilität 2025 – Dividende soll weiter steigen

Logo von Henkel auf dem Dach der Zentrale
Foto: Henkel

Key takeaways

Henkel steigert 2025 trotz schwieriger Rahmenbedingungen seine Profitabilität, wächst organisch und investiert gezielt in Innovation, Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Der Konzern erhöht die Dividende und erwartet auch 2026 weiteres Wachstum.

Lesezeit ca. 3 Minuten

Henkel hat seine Jahreszahlen für 2025 vorgelegt und zeigt trotz eines anspruchsvollen Umfelds eine stabile Entwicklung. Der Konzern steigerte die Profitabilität, setzte seine strategische Transformation konsequent fort und kündigt eine höhere Dividende an. Geopolitische Konflikte, volatile Märkte und gedämpfte Konsumstimmung prägten das Jahr, doch Henkel gelang es, organisch zu wachsen, die Effizienz zu erhöhen und zentrale Zukunftsthemen voranzutreiben.

Solides Wachstum und höhere Profitabilität

Der Umsatz lag 2025 bei 20,5 Milliarden Euro. Zwar belasten Wechselkurseffekte und Portfolioveränderungen das nominale Ergebnis, doch organisch verzeichnete Henkel ein Wachstum von 0,9 Prozent. Das operative Ergebnis erreichte knapp drei Milliarden Euro, die EBIT-Marge stieg auf 14,8 Prozent. Das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie wuchs währungsbereinigt um 4,7 Prozent. Trotz Gegenwinds erwirtschaftete Henkel einen Free Cashflow von 1,85 Milliarden Euro. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, die Dividende auf 2,07 Euro je Vorzugsaktie anzuheben.

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Adhesive Technologies und Consumer Brands entwickeln sich positiv

Beide Geschäftsbereiche trugen zum organischen Wachstum bei. Adhesive Technologies erzielte ein Plus von 1,5 Prozent und profitierte von verbesserten Märkten in Mobilität und Elektronik. Consumer Brands wuchs um 0,3 Prozent, getragen durch das Haarsegment. Die Profitabilität verbesserte sich in beiden Bereichen: Adhesive Technologies erreichte eine Marge von 16,7 Prozent, Consumer Brands 14,5 Prozent. Auch strukturelle Maßnahmen zahlten sich aus – insbesondere die Integration der Konsumentengeschäfte, die ein Jahr früher als geplant abgeschlossen wurde und Einsparungen über dem ursprünglichen Zielniveau ermöglicht.

Strategische Transformation und Portfoliomanagement

Henkel setzte seine Wachstumsagenda 2025 entschlossen fort. Der Konzern schärfte sein Markenportfolio, stärkte margenstarke Segmente und realisierte strategische Akquisitionen. Insgesamt repräsentieren die jüngsten Zukäufe rund 1,2 Milliarden Euro zusätzlichen Umsatz und stärken sowohl die Klebstoff- als auch die Konsumentensparte. Parallel trieb Henkel das aktive Portfoliomanagement voran und trennte sich von weniger profitablen Aktivitäten wie dem Handelsmarkengeschäft in Nordamerika.

Innovationen als Wachstumstreiber

Zentrale Rolle spielte 2025 die Produktentwicklung. Im Haarbereich führte Henkel mit Creme Supreme eine neue Technologie ein, die Haarstrukturen schützt und Bruch reduziert. Das globale Innovationsnetzwerk – unter anderem mit Standorten in Hamburg, Los Angeles und Shanghai – wurde weiter ausgebaut, um näher an Kunden und regionalen Marktbedürfnissen zu entwickeln. Adhesive Technologies investierte ebenfalls in neue Forschungszentren, etwa das 60-Millionen-Euro-Inspiration Center in Shanghai, das zahlreiche Branchen bei der Entwicklung und Optimierung von Hochleistungsmaterialien unterstützt.

Fortschritte bei Nachhaltigkeit und Digitalisierung

Henkel machte 2025 deutliche Fortschritte bei seinen Klimazielen. Seit 2021 wurden die Emissionen um 29 Prozent reduziert; bis 2045 strebt das Unternehmen eine Verringerung um 90 Prozent an. Der Anteil verantwortungsvoll bezogener palmölbasierter Rohstoffe liegt inzwischen bei 98 Prozent. In internationalen Ratings erzielte Henkel Bestnoten, darunter erstmals die CDP-Klimabewertung „A“ sowie erneut Gold bei EcoVadis. Auch die Digitalisierung wurde vorangetrieben – inklusive des ersten KI-generierten Persil-TV-Spots und neuer KI-gestützter Lösungen in der Industrieproduktion.

Organisatorische Neuaufstellung und kulturelle Entwicklung

Um künftige Anforderungen besser zu erfüllen, prüft Henkel eine Umstrukturierung der beiden Unternehmensbereiche in eigenständige rechtliche Einheiten. Ziel ist eine agilere Organisation und die Vorbereitung auf die SAP-Migration. Parallel wurde die Unternehmenskultur gestärkt, etwa durch regelmäßige Pulse Checks mit tausenden Mitarbeitenden. Die Ergebnisse zeigen wachsende Zufriedenheit und Fortschritte bei Verantwortungsübernahme, Zusammenarbeit und Innovationsfähigkeit.

Ausblick 2026: Wachstum trotz Unsicherheiten

Für 2026 erwartet Henkel ein organisches Umsatzwachstum zwischen einem und drei Prozent. Sowohl Adhesive Technologies als auch Consumer Brands sollen hierzu beitragen. Die EBIT-Marge soll zwischen 14,5 und 16 Prozent liegen, das Ergebnis je Vorzugsaktie voraussichtlich moderat bis deutlich steigen. Trotz eines herausfordernden konjunkturellen Umfelds rechnet der Konzern damit, seine Transformation weiter erfolgreich fortzuführen. Henkel geht damit selbstbewusst in das Jubiläumsjahr 2026, in dem das Unternehmen seinen 150. Geburtstag feiert. Vorstandschef Carsten Knobel betont die Bedeutung von Innovationskraft, kultureller Stärke und strategischer Disziplin – all dies, so Henkel, sei Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg in einem volatilen globalen Umfeld.

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