Der Konsumgüterriese Henkel ist mit einem moderaten, aber stabilen Wachstum in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Der Düsseldorfer Konsumgüter- und Industriekonzern steigerte den organischen Umsatz im ersten Quartal um 1,7 Prozent auf rund 5 Milliarden Euro und bestätigte zugleich seine Jahresprognose.
Beide Unternehmensbereiche – Adhesive Technologies sowie Consumer Brands – trugen zum Wachstum bei und verzeichneten sowohl Preis- als auch Volumenzuwächse. Belastend wirkten dagegen negative Wechselkurseffekte sowie Portfolioveränderungen.
Adhesive Technologies profitiert von Elektronikgeschäft
Der Unternehmensbereich Adhesive Technologies erzielte einen Umsatz von 2,63 Milliarden Euro und wuchs organisch ebenfalls um 1,7 Prozent. Besonders stark entwickelte sich das Geschäftsfeld Mobilität & Elektronik mit einem Wachstum von 6,7 Prozent.
Treiber waren vor allem die Bereiche Elektronik und Industrie. Das Automobilgeschäft blieb dagegen aufgrund des schwierigen Marktumfelds rückläufig. Auch regional zeigte sich ein gemischtes Bild: Während Europa schwächer verlief, verzeichneten die Regionen IMEA und Asien/Pazifik zweistellige Wachstumsraten.
Vor allem in China profitierte Henkel von einer starken Nachfrage im Elektroniksegment.
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Consumer Brands wächst trotz schwachem Konsumumfeld
Der Bereich Consumer Brands steigerte den organischen Umsatz um 1,8 Prozent auf 2,29 Milliarden Euro. Besonders das Geschäftsfeld Hair entwickelte sich dynamisch und legte organisch um 5,1 Prozent zu.
Starke Impulse kamen sowohl aus dem Konsumentengeschäft als auch aus dem Friseurbereich. Dagegen blieb das Segment Laundry & Home Care nahezu stabil. Positive Entwicklungen bei Reinigungsmitteln konnten leichte Rückgänge bei Universalwaschmitteln nur teilweise ausgleichen.
Regional erzielten nahezu alle Märkte Wachstum – mit Ausnahme Europas. Besonders stark entwickelte sich erneut die Region IMEA.
Henkel setzt verstärkt auf Übernahmen
Parallel zum operativen Wachstum treibt Henkel seine Akquisitionsstrategie weiter voran. Insgesamt kündigte das Unternehmen fünf Transaktionen mit einem Umsatzvolumen von rund 1,6 Milliarden Euro an. Drei Übernahmen wurden bereits abgeschlossen, darunter Wetherby Laroc, ATP Adhesive Systems und Not Your Mother’s.
Zusätzlich beendete Henkel Ende März erfolgreich sein Aktienrückkaufprogramm mit einem Gesamtvolumen von rund einer Milliarde Euro.
Vorstandschef Carsten Knobel betonte, Henkel investiere trotz des herausfordernden Umfelds konsequent in den Ausbau seiner Geschäfte und sehe den Konzern weiterhin auf Kurs für nachhaltiges profitables Wachstum.
Ausblick für 2026 bleibt unverändert
Für das Gesamtjahr erwartet Henkel weiterhin ein organisches Umsatzwachstum zwischen einem und drei Prozent. Die bereinigte EBIT-Marge soll zwischen 14,5 und 16 Prozent liegen.
Beim bereinigten Ergebnis je Vorzugsaktie rechnet der Konzern weiterhin mit einem Wachstum im niedrigen bis hohen einstelligen Prozentbereich.
Allerdings erwartet Henkel steigende Materialkosten. Die Preise für direkte Materialien sollen im Jahresverlauf im hohen einstelligen Prozentbereich zulegen und damit deutlich stärker steigen als bislang angenommen.



