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Neues Inklusionsangebot: IKEA führt bundesweit eine „Stille Stunde“ ein

Frau mit IKEA Einkaufstuete und Produkten
Foto: IKEA

Key takeaways

Weniger Lärm, gedimmtes Licht und keine Hintergrundmusik: IKEA führt ab sofort in allen deutschen Einrichtungshäusern eine „Stille Stunde“ ein. Das Angebot soll Menschen mit sensorischen Empfindlichkeiten ein angenehmeres Einkaufserlebnis ermöglichen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

IKEA Deutschland führt ab Juni 2026 in allen Einrichtungshäusern die sogenannte „Stille Stunde“ ein. Mit dem neuen Angebot möchte das Unternehmen ein ruhigeres und barriereärmeres Einkaufserlebnis schaffen und stärker auf unterschiedliche Bedürfnisse seiner Kundschaft eingehen. Die Maßnahme wird künftig bundesweit jeden Mittwoch zwischen 17 und 19 Uhr umgesetzt.

Während dieses Zeitfensters werden verschiedene Anpassungen vorgenommen, um die Reizbelastung in den Einrichtungshäusern zu reduzieren.

Weniger Lärm und reduzierte Reize

Im Rahmen der „Stillen Stunde“ verzichtet IKEA auf Hintergrundmusik und nicht sicherheitsrelevante Durchsagen. Zudem wird die Lichtintensität reduziert und auf lärmintensive Tätigkeiten möglichst verzichtet. Auch visuelle Reize sollen dort eingeschränkt werden, wo dies technisch umsetzbar ist.

Ziel ist es, eine entspanntere Einkaufsatmosphäre zu schaffen und den Aufenthalt für Menschen mit besonderen sensorischen Bedürfnissen angenehmer zu gestalten.

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Fokus auf Barrierefreiheit und Inklusion

Das Angebot richtet sich insbesondere an Menschen mit Neurodivergenz, etwa im Autismus-Spektrum oder mit ADHS, sowie an Personen mit erhöhter sensorischer Empfindlichkeit. Gleichzeitig sollen auch ältere Menschen, Familien mit kleinen Kindern und Kunden profitieren, die grundsätzlich eine ruhigere Einkaufsumgebung bevorzugen.

Vor dem Hintergrund einer zunehmend vielfältigen Gesellschaft gewinnen barrierearme Angebote im Einzelhandel an Bedeutung. Für bestimmte Kundengruppen können stark frequentierte Einkaufsumgebungen mit zahlreichen akustischen und visuellen Reizen eine Herausforderung darstellen.

Positive Erfahrungen aus Pilotprojekten

Vor der bundesweiten Einführung testete IKEA das Konzept in mehreren deutschen Einrichtungshäusern. Die Pilotprojekte fanden unter anderem in Berlin, Bremerhaven, Mannheim und Magdeburg statt.

Nach Unternehmensangaben fielen die Rückmeldungen von Kundinnen und Kunden überwiegend positiv aus. Auch die öffentliche Resonanz auf die Testphase wurde positiv bewertet, was den Weg für die deutschlandweite Umsetzung ebnete.

Teil der langfristigen Unternehmensstrategie

Die Einführung der „Stillen Stunde“ ist Bestandteil der IKEA-Strategie für Chancengleichheit, Vielfalt und Inklusion. Das Unternehmen verfolgt damit das Ziel, Hürden im Einkaufsalltag abzubauen und den Zugang zu seinen Angeboten für möglichst viele Menschen zu erleichtern.

Mit der bundesweiten Ausweitung gehört IKEA zu den ersten großen Handelsunternehmen in Deutschland, die ein solches Angebot flächendeckend etablieren. Die Maßnahme könnte damit auch Impulse für weitere Initiativen zur Barrierefreiheit im stationären Einzelhandel setzen.

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