Verbraucher weltweit orientieren sich beim Essen zunehmend an vertrauten Geschmäckern. Das zeigt der aktuelle „Cooking & Eating Report“ von IKEA, für den über 31.000 Menschen in 31 Märkten befragt wurden. Demnach suchen 40 Prozent gezielt nach Speisen, die sie an ihre Kindheit erinnern, während nur 25 Prozent aktiv häufiger neue Gerichte ausprobieren möchten.
Nostalgie als stärkster Ernährungstrend
Die Ergebnisse machen deutlich, dass emotionale Faktoren eine zentrale Rolle bei der Essenswahl spielen. Lebensmittel stehen nicht nur für Geschmack, sondern auch für Erinnerungen, Identität und Geborgenheit. In einer schnelllebigen Welt greifen viele Menschen bewusst zu vertrauten Gerichten, die Stabilität und Verlässlichkeit vermitteln.
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Generationen unterscheiden sich deutlich
Die Vorlieben variieren stark zwischen den Altersgruppen. Während die Generation Z als besonders experimentierfreudig gilt und überdurchschnittlich häufig neue Küchen ausprobiert, bevorzugen ältere Generationen stärker traditionelle Speisen und lokale Gerichte. Millennials bewegen sich zwischen beiden Polen und kombinieren Vertrautheit mit Neugier auf neue Geschmäcker.
Zuhause bleibt zentraler Ort des Essens
Trotz wachsender Convenience-Angebote dominiert das Kochen in den eigenen vier Wänden. Im Durchschnitt bereiten Menschen weltweit 5,4 Mahlzeiten pro Woche selbst zu, während Take-away-Angebote lediglich auf 0,9 Gelegenheiten kommen. Zudem bevorzugt fast die Hälfte der Befragten grundsätzlich selbst gekochte Speisen.
Süßes beliebt, aber auch scharf im Trend
Geschmacklich zeigen sich klare Präferenzen: 46 Prozent der Menschen greifen gerne zu Süßem, in China liegt der Anteil sogar bei 64 Prozent. Salzige Snacks sind für 41 Prozent attraktiv. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach scharfen Speisen – weltweit bezeichnen sich 27 Prozent als Fans von würzigem Essen, mit besonders hohen Werten in Nordeuropa.
Essen bleibt sozialer und emotionaler Anker
Unabhängig von Trends bleibt die soziale Bedeutung von Essen konstant hoch. Gemeinsames Kochen und Essen gilt weiterhin als wichtiger Bestandteil des Alltags und als Möglichkeit, Beziehungen zu pflegen und Erinnerungen zu schaffen. Damit bleibt Ernährung nicht nur ein funktionaler, sondern vor allem ein emotional geprägter Lebensbereich.




