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Intershop: Cloud-Anteil steigt, doch Gesamtumsatz bricht deutlich ein

Intershop Stammsitz in Jena
Foto: Intershop Communications AG

Key takeaways

Intershop meldet für die ersten neun Monate 2025 einen Umsatzrückgang um 15 %. Besonders das Service- und Lizenzgeschäft schwächelt. Das Cloud-Geschäft bleibt stabil und gewinnt an Anteil. Eine Kapitalerhöhung erweitert den finanziellen Spielraum für Investitionen in KI und Plattform. Das EBIT liegt bei -1,4 Mio. Euro.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Intershop Communications hat für die ersten neun Monate 2025 rückläufige Geschäftszahlen veröffentlicht. Der Gesamtumsatz fiel im Vergleich zum Vorjahr um 15 % auf 25,2 Mio. Euro. Verantwortlich dafür sind vor allem Rückgänge im Lizenz- und Servicegeschäft sowie eine spürbare Investitionszurückhaltung auf Kundenseite.

Cloud-Geschäft als stabilisierender Faktor

Während viele klassische Umsatzquellen schrumpften, blieb das Cloud-Geschäft auf Vorjahresniveau. Mit 15,3 Mio. Euro stabilisierten sich die Cloud-Erlöse und machten 61 % des Gesamtumsatzes aus – ein Zuwachs von zehn Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Auch die Marge blieb mit 65 % nahezu konstant.

Weniger erfreulich zeigt sich jedoch der Cloud-Auftragseingang: Er sank im Jahresvergleich von 14,7 auf 11 Mio. Euro. Das liegt unter anderem am geringen Neukundengeschäft und der angespannten wirtschaftlichen Lage. Immerhin wuchs der jährlich wiederkehrende Cloud-Umsatz (ARR) um 3 % auf 19,8 Mio. Euro. Der Net New ARR lag währungsbereinigt bei 0,3 Mio. Euro, nominal jedoch leicht im Minus.

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Servicegeschäft unter Druck – Partnerstrategie greift

Die Umsätze im Servicebereich gingen um rund 30 % auf 5 Mio. Euro zurück. Ein Grund: Die Umsetzung der Partner-First-Strategie, durch die neue Projekte zunehmend über Partner abgewickelt werden. Gleichzeitig belastete ein ressourcenintensives Großprojekt die interne Kapazitätsplanung. Auch das Lizenzgeschäft fiel auf 4,9 Mio. Euro zurück, nachdem im Vorjahr Sondereffekte durch Nachlizenzierungen das Ergebnis gestützt hatten.

Das Bruttoergebnis belief sich auf 11,6 Mio. Euro, was einem Rückgang um 17 % entspricht. Die Bruttomarge sank leicht auf 46 %. Intershop reagierte mit Sparmaßnahmen: Die Ausgaben für Vertrieb und Marketing sanken um rund 1,3 Mio. Euro auf 4,6 Mio. Euro. Gleichzeitig wurden die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung um 15 % auf 5,4 Mio. Euro erhöht – unter anderem zur Weiterentwicklung der hauseigenen Plattform und KI-Initiativen.

Kapitalerhöhung stärkt Handlungsspielraum

Das EBIT lag nach neun Monaten bei -1,4 Mio. Euro (Vorjahr: +0,6 Mio. Euro). Im dritten Quartal erreichte Intershop zwar noch ein negatives EBIT von -0,5 Mio. Euro, ohne Einmalaufwendungen wäre es jedoch ausgeglichen gewesen. Das EBITDA verringerte sich auf 1,1 Mio. Euro.

Die Liquidität konnte durch einen verbesserten operativen Cashflow von 1,6 Mio. Euro stabilisiert werden. Zusätzlich hat Intershop eine Kapitalerhöhung erfolgreich abgeschlossen. Die Eigenkapitalquote sank zwar auf 27 %, die neuen Mittel sollen jedoch gezielt in Wachstumsfelder wie Cloud- und KI-Technologien investiert werden.

CEO Markus Dränert sieht das Unternehmen trotz schwieriger Marktbedingungen auf Kurs: „Mit der Kapitalerhöhung stärken wir unsere Basis und schaffen die Grundlage für nachhaltiges Wachstum. Wir halten an unserer Strategie fest und investieren gezielt in die Zukunft.“

Für das Gesamtjahr rechnet Intershop weiterhin mit einem Umsatzrückgang zwischen 10 und 15 % sowie einem negativen EBIT im unteren einstelligen Millionenbereich. Der Net New ARR soll sich zwischen 1,0 und 2,0 Mio. Euro bewegen.

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