Digitale Technologien gehören für die meisten Menschen zum Alltag – doch viele fühlen sich im Umgang damit unsicher. Eine aktuelle Umfrage von Bitkom zeigt, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung regelmäßig mit digitalen Anwendungen überfordert ist.
Überforderung betrifft alle Altersgruppen
Laut der Erhebung fühlt sich rund ein Drittel der Deutschen häufig von digitalen Technologien überfordert. Besonders stark ausgeprägt ist dieses Gefühl bei älteren Menschen: In der Gruppe ab 75 Jahren sind es 60 Prozent. Doch auch unter den 16- bis 49-Jährigen berichtet etwa jede vierte Person von Schwierigkeiten im Umgang mit digitalen Anwendungen.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Digitale Kompetenzen als Schlüssel zur Teilhabe
Die Ergebnisse unterstreichen die wachsende Bedeutung digitaler Fähigkeiten im Alltag. Ob Online-Kommunikation, Sicherheitsverfahren oder Geräteeinrichtung – fehlende Kompetenzen können die gesellschaftliche Teilhabe einschränken. Unterschiede zwischen Männern und Frauen fallen dabei vergleichsweise gering aus.
Großer Wunsch nach mehr Bildung
Die Mehrheit der Bevölkerung sieht Handlungsbedarf: 86 Prozent sprechen sich dafür aus, digitale Kompetenzen stärker in Schulen zu vermitteln. Gleichzeitig fordern viele zusätzliche Angebote für Erwachsene, um lebenslanges Lernen zu ermöglichen.
Rolle des Staates im Fokus
Ein erheblicher Teil der Befragten erwartet mehr Engagement von der Politik. Fast die Hälfte wünscht sich stärkere staatliche Maßnahmen zur Förderung digitaler Fähigkeiten. Zudem befürworten rund 39 Prozent die Einrichtung einer zentralen Institution für digitale Bildung, die Angebote bündeln und zugänglich machen soll.
Digitaltag als Anlass für mehr Aufmerksamkeit
Die Veröffentlichung der Studie erfolgt im Vorfeld des Digitaltags Ende Juni, an dem bundesweit zahlreiche Initiativen zur Förderung digitaler Kompetenzen stattfinden. Ziel ist es, die Bevölkerung für die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung zu sensibilisieren.


