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Neuer Standard: Kaufland will SB-Kassen und K-Scan bundesweit ausrollen

SB Kassen bei Kaufland
Foto: Kaufland

Key takeaways

Kaufland treibt die Automatisierung im Handel voran und führt SB-Kassen sowie K-Scan flächendeckend ein. Ziel ist ein effizienterer Checkout, der Wartezeiten reduziert, Personal flexibler einsetzt und gleichzeitig digitale Services stärker integriert.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der Lebensmitteleinzelhandel steht unter wachsendem Transformationsdruck. Steigende Kosten, Personalmangel und veränderte Kundenerwartungen treiben die Automatisierung voran. Kaufland reagiert darauf mit einem flächendeckenden Ausbau von Selbstbedienungskassen und dem Scan-&-Go-System K-Scan. Bis Jahresende sollen alle Filialen in Deutschland entsprechend ausgestattet sein.

Skalierung vom Zusatzangebot zur Infrastruktur

Selbstbedienungskassen sind bei Kaufland seit 2015 im Einsatz, entwickeln sich nun jedoch zur zentralen Infrastruktur im Checkout-Bereich. Aktuell sind laut Unternehmen rund 2.000 SB-Kassen in etwa 300 Filialen installiert. Dort liegt der Anteil der Self-Checkout-Transaktionen bereits bei rund 40 Prozent.

Die hohe Nutzung gilt als wirtschaftlicher Treiber für den beschleunigten Ausbau. SB-Kassen verkürzen Wartezeiten, erhöhen die Flächenproduktivität und ermöglichen einen flexibleren Personaleinsatz.

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Flächendeckender Rollout mit hoher Geschwindigkeit

Allein im Jahr 2026 plant Kaufland die Installation in weiteren 220 Märkten – durchschnittlich etwa vier Standorte pro Woche. Nach Abschluss des Projekts sollen bundesweit mehr als 8.000 SB-Kassen im Einsatz sein.

Jede Filiale wird neben klassischen Kassen bis zu zwölf Selbstbedienungskassen erhalten. Auffällig ist die Integration von Bargeldfunktionen, während viele Wettbewerber auf bargeldlose Systeme setzen. Kunden können weiterhin zwischen Bargeld, Karte, App und Kaufland Pay wählen.

K-Scan verlagert den Checkout in den Einkaufsprozess

Mit K-Scan treibt Kaufland den nächsten Schritt der Digitalisierung voran. Kunden scannen ihre Produkte direkt beim Einkauf per Handscanner oder Smartphone und bezahlen am Ende über einen QR-Code an der SB-Kasse.

Das System reduziert Kassenprozesse deutlich, insbesondere bei größeren Einkäufen. Gleichzeitig steigt die Transparenz für Kunden, da der Warenkorb und die Ausgaben jederzeit einsehbar sind.

Wettbewerb und Datenstrategie im Fokus

Der Ausbau erfolgt im intensiven Wettbewerb mit anderen Handelsunternehmen, die ebenfalls in automatisierte Kassensysteme investieren. Der deutsche Markt holt damit im internationalen Vergleich auf.

Für Kaufland ist die Initiative auch Teil einer umfassenden Digitalstrategie. Die Verzahnung von Loyalty-Programmen, Payment-Lösungen und Checkout-Technologien liefert wertvolle Daten über Kundenverhalten und Einkaufsgewohnheiten.

Hybrides Modell bleibt bestehen

Trotz des starken Ausbaus setzt Kaufland weiterhin auf klassische Bedienkassen. Der persönliche Kundenkontakt bleibt Bestandteil des Servicekonzepts.

Damit verfolgt das Unternehmen eine hybride Strategie: Automatisierung zur Effizienzsteigerung bei gleichzeitiger Sicherung von Servicequalität und Kundenakzeptanz. Der Checkout entwickelt sich so von der reinen Abrechnungseinheit zur technologischen Plattform im Markt.

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