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Kering 2025: Umsatzrückgang und strategische Weichenstellung

Kering Headquarter in Paris
Pariser Headquarter von Kering / Foto: Kering

Key takeaways

Kering verzeichnete 2025 einen Umsatzrückgang um 13 % und deutlich geringere Gewinne. Besonders Gucci verlor stark, während Bottega Veneta stabil blieb. Mit gestraffter Organisation und klaren Markenstrategien will der Konzern 2026 zurück auf Wachstumskurs.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Kering hat ein schwieriges Geschäftsjahr 2025 hinter sich, scheint jedoch aufgrund der letzten Quartals sich langsam zu erholen. Der Luxuskonzern verzeichnete für das Gesamtjahr einen Umsatzrückgang von 13 % auf 14,7 Mrd. Euro. Auf vergleichbarer Basis lag das Minus bei 10 %. Besonders betroffen war Gucci mit einem Rückgang von 22 %, doch auch andere Marken wie Yves Saint Laurent und Balenciaga konnten sich dem Trend nicht entziehen.

Trotz der schwachen Entwicklung kündigt CEO Luca de Meo in der Pressemitteilung einen klaren Neustart für 2026 an und beruft sich dabei auf den Fortschritts des vierten Quartal 2025, in dem der Umsatz bei -9 % bzw. bei vergleichbarer Basis bei nur -3 % gelegen hat.

Deutlicher Ergebnisrückgang, aber solide Bilanz

Das operative Ergebnis ging um 33 % auf 1,6 Mrd. Euro zurück. Die operative Marge fiel auf 11,1 %. Der bereinigte Nettogewinn lag bei 532 Mio. Euro. Nach Berücksichtigung von Sondereffekten – darunter Umstrukturierungen – verzeichnete der Konzern sogar einen Verlust von 29 Mio. Euro. Dennoch blieb die operative Liquidität stark: Der freie Cashflow aus dem operativen Geschäft belief sich auf 4,4 Mrd. Euro, bereinigt um Immobilientransaktionen in Paris, New York und Tokio waren es 2,3 Mrd. Euro – ein Rückgang von 35 % im Vergleich zu 2024.

Trotz des Ergebnisrückgangs konnte Kering seine Verschuldung reduzieren. Der Netto-Schuldenstand sank zum Jahresende 2025 um 2,5 Mrd. Euro auf 8 Mrd. Euro. Diese solide Bilanzstruktur verschafft dem Konzern laut Management die nötige Flexibilität für die bevorstehende Transformation.

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Entwicklung der Marken im Detail

Gucci, lange das Zugpferd der Gruppe, musste einen Umsatzrückgang auf 6 Mrd. Euro verkraften. Die Einzelhandelsumsätze gingen um 18 % zurück, der Großhandel gar um 34 %. Positiv sticht hingegen Bottega Veneta hervor, das den Umsatz stabil hielt und auf vergleichbarer Basis sogar um 3 % zulegte. Auch bei Yves Saint Laurent zeigte sich eine leichte Erholung im Jahresverlauf. Die „Other Houses“ litten weiterhin unter Schwächen bei Balenciaga und Alexander McQueen. Letzterer befindet sich in einem tiefgreifenden Restrukturierungsprozess. Die Schmuckmarken wie Boucheron und Pomellato entwickelten sich dagegen erfreulich.

Kering Eyewear bildete einen Lichtblick: Die Sparte erzielte einen Umsatz von 1,6 Mrd. Euro, ein Plus von 3 % auf vergleichbarer Basis. Die operative Marge lag bei soliden 15,8 %.

Ausblick 2026: Rückkehr zu Wachstum

Für das Jahr 2026 hat sich Kering die Rückkehr zu Wachstum und Margenverbesserung vorgenommen. Der Konzern kündigt tiefgreifende Veränderungen an: schlankere Strukturen, beschleunigte Prozesse und klar fokussierte Markenstrategien sollen die Attraktivität der Luxusmarken stärken. Im Rahmen des Capital Markets Day am 16. April 2026 will Kering seinen Transformationsplan im Detail vorstellen.

Zur Unterstreichung der Zuversicht schlägt der Vorstand neben einer regulären Dividende von 3,00 Euro pro Aktie eine zusätzliche Sonderdividende von 1,00 Euro vor – finanziert aus dem Verkauf von Kering Beauté an L’Oréal.

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