Microsoft hat das Geschäftsjahr 2026 mit einem starken vierten Quartal abgeschlossen und profitiert weiterhin massiv vom Boom rund um Cloud-Dienste und Künstliche Intelligenz. Der Konzern verzeichnete deutliche Zuwächse bei Umsatz, Gewinn und operativer Leistung und übertraf damit die eigenen Erwartungen. Besonders die Cloud-Sparte sowie KI-gestützte Anwendungen erwiesen sich erneut als zentrale Wachstumstreiber.
Deutliches Wachstum bei Umsatz und Gewinn
Im vierten Quartal erzielte Microsoft einen Umsatz von 90,0 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das operative Ergebnis legte ebenfalls um 18 Prozent auf 40,6 Milliarden US-Dollar zu. Der Nettogewinn wuchs auf 35,8 Milliarden US-Dollar und stieg damit um 31 Prozent nach GAAP-Berechnung.
Auch beim Ergebnis je Aktie zeigte sich die Dynamik: Der verwässerte Gewinn pro Aktie kletterte auf 4,81 US-Dollar und legte um 32 Prozent zu. Bereinigt um Sondereffekte fiel das Wachstum etwas moderater aus, blieb jedoch weiterhin deutlich zweistellig.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
KI und Cloud als zentrale Wachstumstreiber
Vorstandschef Satya Nadella betonte die Bedeutung der KI-Transformation für das Unternehmen und seine Kunden. Insbesondere die Cloud-Plattform Azure überschritt erstmals die Marke von 100 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz. Parallel dazu gewann Microsoft 365 Copilot weiter an Bedeutung und erreichte mehr als 30 Millionen zahlende Nutzer.
Die Cloud-Sparte insgesamt entwickelte sich überdurchschnittlich stark. Der Umsatz im Bereich Microsoft Cloud stieg im Quartal um 27 Prozent auf 59,3 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig erhöhte sich das verbleibende Vertragsvolumen im kommerziellen Geschäft deutlich, was auf eine anhaltend hohe Nachfrage hinweist.
Unterschiedliche Entwicklung der Geschäftsbereiche
Während die Segmente rund um Cloud und Unternehmenssoftware kräftig zulegten, zeigte sich im Bereich Personal Computing ein gemischtes Bild. Die Sparte „Intelligent Cloud“ wuchs um 32 Prozent, wobei Azure und andere Cloud-Dienste sogar um 43 Prozent zulegten.
Das Geschäft mit Produktivitätslösungen entwickelte sich ebenfalls positiv. Microsoft 365 sowie LinkedIn und Dynamics verzeichneten stabile Zuwächse. Dagegen blieb das Segment „More Personal Computing“ hinter den Erwartungen zurück: Hier gingen die Erlöse um vier Prozent zurück, belastet unter anderem durch schwächere Umsätze bei Windows-Geräten und im Gaming-Bereich.
Sondereffekte beeinflussen Quartalsergebnis
Das Quartal wurde von mehreren Einmaleffekten geprägt. Dazu gehörte ein positiver Bewertungseffekt aus einer Beteiligung an Anthropic in Höhe von 3,2 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig fielen geringere Kosten für ein freiwilliges Vorruhestandsprogramm an als erwartet.
Dem gegenüber standen Belastungen durch Restrukturierungen und Wertminderungen im Xbox-Geschäft. Insgesamt ergab sich daraus ein positiver Effekt auf das Ergebnis je Aktie, der die ohnehin starke operative Entwicklung zusätzlich unterstützte.
Rekordjahr 2026 und hohe Ausschüttungen
Auch auf Gesamtjahressicht setzte Microsoft seinen Wachstumskurs fort. Der Umsatz stieg auf 331,8 Milliarden US-Dollar und legte um 18 Prozent zu. Der Nettogewinn erreichte 133,7 Milliarden US-Dollar und wuchs um 31 Prozent.
Gleichzeitig gab das Unternehmen im vierten Quartal rund 10,2 Milliarden US-Dollar über Dividenden und Aktienrückkäufe an seine Aktionäre zurück. Damit unterstreicht Microsoft seine Fähigkeit, starkes Wachstum mit attraktiven Kapitalrückflüssen zu verbinden.






