Mister Spex erweitert sein Geschäftsmodell um ein digitales Brillen-Abo. Das bereits im Mai 2025 in den Stores eingeführte Modell „Mister Spex Switch“ ist nun auch über den Online-Shop des Unternehmens buchbar. Damit ist Mister Spex der erste Optiker in Deutschland, der ein digitales Mietabonnement für Korrektions- und Sonnenbrillen anbietet.
Austausch nach 12 Monaten
Kundinnen und Kunden können im Rahmen des Abos zwei bis drei Brillen gleichzeitig nutzen und nach zwölf Monaten ein Modell austauschen. Im Angebot enthalten ist ein umfassendes Servicepaket: Neben einer Versicherung für die Brillen sind auch eine kostenfreie Gläseranpassung bei veränderter Sehstärke sowie ein jährlicher Augengesundheits-Check inkludiert. Zudem steht das gesamte Produktsortiment mit rund 100 Marken und 12.000 Artikeln zur Verfügung.
Mit dem Online-Rollout reagiert Mister Spex auf die gute Performance des Abo-Modells im stationären Handel. Seit dem Start Mitte Mai wurden laut Mister Spex über 3.000 Abonnements abgeschlossen. Im Juni und Juli 2025 machten die Switch-Abos bereits rund zehn Prozent des Store-Umsatzes aus. Diese Entwicklung unterstreicht die Relevanz des Angebots und dessen Potenzial für wiederkehrende Umsätze.
Laut Mister-Spex-CEO Tobias Krauss leistet das Modell einen wichtigen Beitrag zur Kundenbindung und Rentabilität. Die erfolgreiche Einführung im stationären Bereich habe den Ausschlag für die digitale Erweiterung gegeben.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Bestellwert steigt durch Abo
Ein weiterer Effekt des Abos: Es erhöht den durchschnittlichen Bestellwert. Nutzer des Modells greifen laut Unternehmensangaben überdurchschnittlich oft zu höherpreisigen Produkten wie Gleitsichtgläsern oder individuell verglasten Sonnenbrillen. Gleitsichtmodelle machen etwa ein Drittel, Sonnenbrillen mit Sehstärke rund 30 Prozent der Bestellungen im Abo aus – Werte, die über dem Store-Durchschnitt liegen.
Darüber hinaus unterstützt Switch die Neukundengewinnung: Mehr als 40 Prozent der bisherigen Abonnenten sind Erstkunden. Das digitale Mietmodell erweist sich damit als strategisches Instrument, um das Online-Geschäft zu stärken und den Markt für augenoptische Versorgung langfristig mitzugestalten.



