Urlaub bleibt 2026 für die große Mehrheit der Menschen in Deutschland fest eingeplant. Laut einer repräsentativen Befragung des Nürnberg Institut für Marktentscheidungen haben 81 Prozent der Befragten in diesem Jahr bereits Urlaub gemacht oder noch Urlaubstage vorgesehen. Gleichzeitig gewinnt der Preis bei der Wahl von Reiseziel und Reiseform deutlich an Bedeutung.
Preis zählt für 59 Prozent zu den wichtigsten Kriterien
Für 59 Prozent der Befragten gehört der Preis zu den wichtigsten Faktoren bei der Auswahl des Urlaubsziels. 52 Prozent achten besonders auf Ruhe und Erholung, 46 Prozent auf Landschaft und Natur.
Gestiegene Reisepreise beeinflussen das Verhalten von 36 Prozent der Befragten. Weitere Unsicherheitsfaktoren sind die allgemeine wirtschaftliche Lage mit 26 Prozent sowie die militärische Eskalation im Nahen Osten mit 24 Prozent.
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Haushalte geben im Schnitt 3.500 Euro aus
Die durchschnittlichen Haushaltsausgaben für Urlaubsreisen liegen laut Studie bei rund 3.500 Euro. Trotz des Kostendrucks überwiegt insgesamt weiterhin der Wunsch, sich im Urlaub etwas zu gönnen.
Im Mittel kommen bereits genommene und noch geplante Reisen auf rund 15 Urlaubstage. Dabei zeigen sich große Unterschiede zwischen verschiedenen Einkommensgruppen und Lebenssituationen.
Einkommen beeinflusst Reisedauer deutlich
In Haushalten mit einem monatlichen Einkommen von mehr als 5.000 Euro summieren sich die Urlaubstage durchschnittlich auf 21,5 Tage. Bei Einkommen zwischen 1.000 und 2.000 Euro sind es dagegen lediglich 8,4 Tage.
Auch das Alter wirkt sich auf das Reiseverhalten aus. Jüngere Menschen verreisen häufiger, dafür meist kürzer, während ältere Befragte seltener unterwegs sind. Haushalte mit Kindern reisen im Durchschnitt ebenfalls häufiger und länger.
Deutschland bleibt wichtigstes Reiseziel
55 Prozent der Befragten verbringen ihren Urlaub in Deutschland oder haben dies bereits getan. Italien und Spanien folgen mit jeweils 16 Prozent, Österreich erreicht 15 Prozent.
Das Auto bleibt mit 63 Prozent das meistgenutzte Verkehrsmittel. 44 Prozent nutzen das Flugzeug, rund ein Viertel die Bahn. Bei den 18- bis 29-Jährigen liegt der Bahnanteil mit 33 Prozent etwas höher.
KI gewinnt bei der Reiseplanung an Bedeutung
Suchmaschinen und Buchungsportale bleiben die wichtigsten Informationsquellen für die Urlaubsplanung. Gleichzeitig nutzen bereits 14 Prozent der Befragten KI-Chatbots, wobei jüngere Menschen deutlich häufiger auf KI und Social Media zurückgreifen.
Ältere Reisende informieren sich dagegen häufiger in Reisebüros oder direkt bei Hotels und Reiseveranstaltern. Für Anbieter ergibt sich daraus die Notwendigkeit, Preise, Erreichbarkeit, Sicherheit und flexible Planungsoptionen zielgruppengerecht und transparent darzustellen.





