Nike meldet Fortschritte bei seinen Nachhaltigkeitszielen und verbindet diese stärker mit Angeboten für Verbraucher. Nach Unternehmensangaben werden inzwischen rund 1.000 eigene oder betriebene Standorte in etwa 40 Ländern vollständig mit erneuerbarem Strom versorgt. Gleichzeitig hat der Sportartikelkonzern seine wissenschaftsbasierten Klimaziele für 2030 erneut bestätigen lassen.
Seit dem Geschäftsjahr 2020 seien die Treibhausgasemissionen aus eigenen oder betriebenen Einrichtungen um 77 Prozent gesunken, während Emissionen aus Produktion und Transport um 47 Prozent reduziert wurden. Zudem lag der Anteil bevorzugter, aus Unternehmenssicht umweltverträglicherer Materialien zuletzt bei 51 Prozent und damit über dem für das Geschäftsjahr 2025 gesetzten Ziel.
Nike übertrifft eigenes Emissionsziel
Für die eigenen beziehungsweise betriebenen Standorte hatte Nike eine Reduktion der Emissionen um 70 Prozent gegenüber 2020 angestrebt. Mit einem Rückgang von 77 Prozent wurde dieses Ziel nach Unternehmensangaben übertroffen, wobei insbesondere erneuerbare Stromversorgung und die Elektrifizierung der Fahrzeugflotte eine Rolle spielten.
Parallel wurden die Klimaziele für 2030 durch die Science Based Targets initiative erneut validiert. Nike will seine Maßnahmen weiterhin auf jene Bereiche der Wertschöpfung konzentrieren, in denen die größten Emissionswirkungen entstehen, darunter Produktion, Transport und Materialeinsatz.
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Materialstrategie rückt stärker in den Fokus
Neben Energie und Logistik setzt Nike auf einen höheren Anteil sogenannter environmentally preferred materials. Mit 51 Prozent lag dieser Wert über dem selbst gesetzten Ziel für das Geschäftsjahr 2025, während neue Material- und Produktentwicklungen die Umweltwirkung einzelner Produktlinien weiter senken sollen.
Das Unternehmen nennt in diesem Zusammenhang unter anderem Aero-FIT und ReactX. Zugleich sollen die Nachhaltigkeitsaktivitäten stärker mit Produktnutzung, Lebensdauer und Wiederverwendung verknüpft werden, statt sich ausschließlich auf Herstellung und Beschaffung zu konzentrieren.
Re-Use-Angebot startet im Nike SoHo
Vom 23. bis 29. September bündelt Nike im New Yorker Store Nike SoHo mehrere zirkuläre Services unter dem Namen Nike (Re)Play. Das temporäre Angebot umfasst Trade-in, Reparaturen, Schuhreinigung, personalisierte Reparaturen, Vintage-Produkte sowie Möglichkeiten zur Spende und zum Recycling.
Beim Trade-in können geeignete Schuhe von Nike und Jordan Brand gegen eine digitale Nike-Geschenkkarte eingetauscht werden. Die Höhe der Gutschrift richtet sich nach Modell und ursprünglichem Verkaufspreis, während gebrauchte oder nicht mehr tragbare Produkte abhängig vom Zustand zur Weiterverwendung, Spende oder stofflichen Verwertung vorgesehen sind.
Vintage und Reparatur ergänzen bestehende Programme
Zusätzlich bietet Nike während der Aktion Reparatur- und Personalisierungsservices für Bekleidung, Schuhe und Ausrüstung an. Ein Vintage-Bereich soll täglich ausgewählte Stücke aus einer rund 500 Artikel umfassenden Kollektion historischer Nike-Laufbekleidung anbieten, die vom Anbieter Tried and True Co. zusammengestellt wurde.
Nike (Re)Play baut damit auf bestehenden Programmen wie Nike Refurbished und Nike Recycling + Donation auf. Ziel ist es, verschiedene Rücknahme-, Pflege- und Wiederverwendungsangebote an einem Ort zusammenzuführen und Kunden mehr Möglichkeiten zu geben, Produkte länger zu nutzen oder kontrolliert aus dem Gebrauch zu nehmen.




