Peloton hat im Geschäftsjahr 2026 erstmals in seiner Unternehmensgeschichte einen Jahresgewinn erzielt und gleichzeitig zentrale Finanzkennzahlen deutlich verbessert. Der Anbieter von vernetzter Fitnesshardware und digitalen Trainingsangeboten profitierte vor allem von Kostensenkungen und stabilisierten Umsätzen.
Deutliche Fortschritte bei Profitabilität und Cashflow
Im Gesamtjahr lag der Nettogewinn bei 63 Millionen US-Dollar. Parallel erhöhte sich der freie Cashflow auf 378 Millionen US-Dollar, ein Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch das operative Geschäft entwickelte sich robust: Der Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit belief sich auf 388 Millionen US-Dollar.
Das bereinigte EBITDA stieg um 16 Prozent auf 468 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig konnte Peloton seine Nettoverschuldung massiv reduzieren – sie sank um 80 Prozent auf 93 Millionen US-Dollar.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Umsatzentwicklung stabil, Margen verbessert
Der Jahresumsatz erreichte 2,446 Milliarden US-Dollar und lag damit leicht über der eigenen Prognose. Im vierten Quartal blieb der Umsatz mit 608 Millionen US-Dollar nahezu auf Vorjahresniveau. Wachstumstreiber waren insbesondere stärkere Geräteverkäufe über die Marken Peloton und Precor.
Die Bruttomarge verbesserte sich sowohl im Quartal als auch im Gesamtjahr deutlich. Mit 52,6 Prozent für das Gesamtjahr lag sie klar über dem Vorjahresniveau.
Rückgang bei Abonnenten bleibt Herausforderung
Die Zahl der zahlenden Fitness-Abonnenten ging hingegen weiter zurück. Zum Ende des Geschäftsjahres lag sie bei 2,553 Millionen, ein Minus von 8,8 Prozent im Jahresvergleich. Dieser Rückgang bewegt sich jedoch innerhalb der Unternehmensprognosen.
Strategische Initiativen und Partnerschaften
Peloton setzte im Berichtszeitraum verstärkt auf Künstliche Intelligenz, Effizienz und Wachstum in neuen Bereichen. Das Unternehmen übertraf sein Ziel von mehr als 100 Millionen US-Dollar an Kosteneinsparungen.
Zudem wurde die digitale Reichweite durch eine Partnerschaft mit Spotify erweitert. Mit der Übernahme des Pilates-Anbieters Skōp will Peloton sein Angebot im Bereich Krafttraining und Connected Fitness ausbauen.
Auch neue Vertriebskonzepte zeigen Wirkung: Kleine stationäre Verkaufsflächen („Microstores“) übertrafen interne Erwartungen, weshalb eine Verdopplung dieser Standorte geplant ist.
Ausblick: Wachstum bei Profitabilität, Rückgang beim Umsatz
Für das erste Quartal 2027 erwartet Peloton einen moderaten Umsatzanstieg von rund 0,8 Prozent auf bis zu 565 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig soll das bereinigte EBITDA um mehr als 18 Prozent wachsen.
Im Gesamtjahr rechnet das Unternehmen jedoch mit einem Umsatzrückgang von knapp 4 Prozent. Die Profitabilität soll dennoch weiter steigen: Das EBITDA wird zwischen 475 und 525 Millionen US-Dollar erwartet, der freie Cashflow soll mindestens 350 Millionen US-Dollar erreichen.





