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BEITRAG

Signa Sports Update – Fahrrad.de, Tennis Point und Co vor dem Aus

Foto: Fahrrad.de

Die Nachrichten um die Insolvenzanmeldungen von Fahrrad.de und der Signa Sports United Gruppe, zu der auch Tennis Point gehört, haben in der E-Commerce-Branche für Aufsehen gesorgt. Die finanziellen Schwierigkeiten dieser Unternehmen beleuchten die Herausforderungen, denen sich Online-Einzelhändler in einem hart umkämpften Markt stellen müssen.

Signa Sports United NV (SSU), eine führende Online-Sportartikelhandelsgruppe, geriet nach der Rücknahme einer Finanzierungszusage durch ihren Hauptaktionär, Signa Holding GmbH, in ernsthafte finanzielle Nöte. Die Zusage über 150 Millionen Euro, die zur Finanzierung der Geschäftsaktivitäten in den kommenden beiden Jahren gedacht war, wurde zurückgezogen. In der Folge fehlten SSU die notwendigen Mittel, um den „operativen Finanzbedarf zu decken“, wie das Unternehmen einräumte. Die Gruppe, zu der neben Tennis-Point auch Fahrrad.de, Tennispro, Bikester und Campz gehören, hatte zuletzt hohe Verluste verzeichnet und bereits einschneidende Reformen angekündigt. Darüber hinaus wurde Anfang des Monats aus Kostengründen der Rückzug von der New Yorker Börse beschlossen, an der das Unternehmen erst Ende 2021 den Börsengang vollzogen hatte​.

Die Insolvenzanmeldung von SSU und ihrer Tochtergesellschaften folgte kurz nach den Insolvenzankündigungen von Fahrrad.de und Tennis Point. Besonders betroffen sind die großen Geschäftsbereiche Bike und Tennis von Signa Sports United. Der vorläufige Insolvenzverwalter, der Sanierungsexperte Christian Gerloff, wurde für Tennis Point bestellt, nachdem das Unternehmen seinen Insolvenzantrag gestellt hatte. Ähnlich wie Fahrrad.de hatte auch Tennis Point bereits die Retourenabwicklung ausgesetzt, was Lieferanten und Dienstleister in (Zahlungs-)Schwierigkeiten brachte​​.

Fahrrad.de musste seine Lieferanten darüber informieren, dass es aufgrund der finanziellen Situation gezwungen ist, einen Insolvenzantrag zu stellen. In einem Brief an die Lieferanten bat das Unternehmen darum, keine Neuware an Speditionen und Paketdienstleister zu übergeben und die Ware vorerst im Lager zu behalten, bis ein Insolvenzverwalter bestimmt wird. Die Nachricht betonte auch, dass Fahrrad.de vorerst keine Neuware mehr bezahlen und auch keine Rückerstattungen mehr leisten kann​​.

Quelle: v.a. Exciting Commerce

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