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Inflation: Verbraucherpreise im Euroraum ziehen im Juli leicht an

Geldbeutel mit Euroscheinen als Symbol für Inflation
Foto: Cottonbro Studio / Pexels

Key takeaways

Die Inflation im Euroraum ist im Juli 2026 auf 2,9 Prozent gestiegen. Vor allem höhere Energiepreise und Dienstleistungen trugen zum Anstieg bei, während sich der Preisauftrieb bei Lebensmitteln weiter verlangsamte.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Inflationsrate im Euroraum ist im Juli 2026 leicht gestiegen. Nach Angaben von Eurostat lag die jährliche Teuerungsrate bei 2,9 Prozent, nachdem sie im Juni noch 2,8 Prozent betragen hatte. In der gesamten Europäischen Union erhöhte sich die Inflation ebenfalls leicht auf 3,0 Prozent. Vor allem steigende Energiepreise und Dienstleistungen trugen zur Entwicklung bei, während die Preisdynamik bei Lebensmitteln weiter nachließ. Zwischen den Mitgliedstaaten zeigen sich weiterhin erhebliche Unterschiede.

Energie und Dienstleistungen bleiben wichtigste Preistreiber

Den größten Beitrag zur Inflationsrate im Euroraum leisteten im Juli Dienstleistungen mit 1,55 Prozentpunkten. An zweiter Stelle folgte Energie mit 0,94 Prozentpunkten. Auch Industriegüter ohne Energie sowie Lebensmittel, Alkohol und Tabak wirkten sich positiv auf die Gesamtinflation aus und steuerten jeweils 0,23 Prozentpunkte bei.

Die Energiepreise lagen im Juli 10,3 Prozent über dem Vorjahresniveau und gewannen damit erneut an Dynamik. Dienstleistungen verteuerten sich um 3,3 Prozent. Dagegen schwächte sich der Preisauftrieb bei Lebensmitteln, Alkohol und Tabak weiter auf 1,2 Prozent ab. Die Kerninflation ohne Energie, Lebensmittel, Alkohol und Tabak lag bei 2,5 Prozent.

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Deutschland unter dem EU-Durchschnitt

Für Deutschland meldete Eurostat eine Inflationsrate von 2,8 Prozent. Damit lag die Teuerung leicht unter dem Durchschnitt des Euroraums und der Europäischen Union.

Die niedrigsten Inflationsraten innerhalb der EU verzeichneten Schweden mit 0,3 Prozent, Tschechien mit 1,3 Prozent sowie Dänemark und Ungarn mit jeweils 1,6 Prozent. Am höchsten fiel die Inflation in Rumänien mit 8,2 Prozent aus. Es folgten Litauen mit 5,4 Prozent sowie Bulgarien und Zypern mit jeweils 4,4 Prozent.

Preisentwicklung fällt innerhalb Europas unterschiedlich aus

Die aktuellen Zahlen verdeutlichen, dass sich die Inflation innerhalb Europas weiterhin sehr unterschiedlich entwickelt. Während einige Mitgliedstaaten inzwischen wieder Preissteigerungen nahe dem Inflationsziel verzeichnen, kämpfen andere Länder weiterhin mit deutlich höheren Teuerungsraten.

Im Euroraum setzte sich die Entwicklung der vergangenen Monate fort: Dienstleistungen und Energie bleiben die wichtigsten Inflationstreiber, während sich der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln weiter abschwächt. Die endgültigen Juli-Daten entsprechen der bereits Ende Juli veröffentlichten Schnellschätzung von Eurostat.

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