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Studie: Deutsche reisen im internationalen Vergleich seltener zu Sport-Events

Leeres Fussballstadion in Portugal
Foto: Pexels

Key takeaways

Eine internationale YouGov-Studie zeigt: Deutsche reisen weit seltener zu Sportveranstaltungen als der globale Durchschnitt. Kosten, Sicherheitsbedenken und geringere Reiselust bremsen den Sporttourismus – während andere Länder deutlich reisefreudiger sind.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Sportgroßereignisse wie die Olympischen Winterspiele 2026 oder die FIFA-Weltmeisterschaft bieten eigentlich ideale Anlässe für sportbegeisterte Reisende. Doch laut einer neuen internationalen YouGov-Studie bleibt Deutschland im globalen Vergleich deutlich zurückhaltender, wenn es um Reisen zu Sportveranstaltungen geht. Der Report „Sport tourism: Measuring fan appetite“ zeigt, wie stark sich Reisebereitschaft, Motivation und Hürden zwischen Ländern unterscheiden.

Deutsche reisen weit seltener zu Sport-Events

Nur 26 Prozent der Deutschen haben bereits eine Reise unternommen, um ein Sportevent zu besuchen. Im internationalen Schnitt sind es 38 Prozent – also rund zwölf Prozentpunkte mehr. Deutliche Unterschiede zeigen sich auch zwischen Männern und Frauen: International verreisen 42 Prozent der Männer, jedoch nur 34 Prozent der Frauen zu Sportveranstaltungen.

Besonders reisefreudig sind Sportfans in den Vereinigten Arabischen Emiraten (57 Prozent), gefolgt von Mexiko und Indonesien (je 49 Prozent). Auch bei der Planung künftiger Reisen zeigt sich Deutschland zurückhaltend: Nur 14 Prozent wollen innerhalb der nächsten zwölf Monate zu einem Sportevent reisen – international planen dies 23 Prozent. Weniger Reiseabsicht zeigen lediglich Dänemark (13 Prozent) und die USA (10 Prozent).

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Atmosphäre schlägt Reiselust

Für deutsche Sportreisende stehen Emotion und Erlebnis im Vordergrund: 52 Prozent nennen die besondere Atmosphäre eines Live-Events als entscheidenden Grund für ihre Reise. 51 Prozent werden von ihrer Leidenschaft für eine bestimmte Sportart motiviert, während 37 Prozent ihr Team vor Ort unterstützen möchten. Neue Reiseziele kennenzulernen spielt mit nur 17 Prozent eine geringere Rolle als international (28 Prozent).

Kosten und Sicherheitsbedenken bremsen Sporttourismus

Weltweit gelten hohe Reisekosten als größtes Hindernis für Sporttourismus. 60 Prozent der Befragten nennen Ausgaben für Unterkunft, Flug oder Mietwagen als zentrale Barriere – in Deutschland sind es mit 61 Prozent ähnlich viele. In Großbritannien und den USA liegen die Werte mit jeweils 70 Prozent besonders hoch.

Auch Sicherheitsbedenken beeinflussen Reiseentscheidungen: International sehen 41 Prozent darin ein Hindernis, in Deutschland sind es sogar 47 Prozent – ein Hinweis auf eine wachsende Sensibilität in unsicheren Zeiten.

Sporttourismus gewinnt an strategischer Bedeutung

Nicole Pike, Global Head YouGov Sport, betont den wachsenden Einfluss großer Sportevents auf das Reiseverhalten weltweit: Sie prägen Erwartungen an Destinationen, beeinflussen Mobilitätsströme und eröffnen Chancen für Marken, Veranstalter und Reiseanbieter. Die Studie liefert datenbasierte Einblicke in die Motivationen und Barrieren verschiedener Zielgruppen – und zeigt, wie unterschiedlich Generationen und Länder den Sporttourismus wahrnehmen.

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