Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juni erneut aufgehellt. Der ifo-Geschäftsklimaindex stieg auf 85,6 Punkte nach 85,0 Punkten im Vormonat. Sowohl die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage als auch die Erwartungen für die kommenden Monate entwickelten sich positiv. Viele Unternehmen bewerten das wirtschaftliche Umfeld inzwischen als weniger unsicher und hoffen auf eine Entspannung der geopolitischen Lage.
Damit setzt sich die vorsichtige Erholung der vergangenen Monate fort. Von einer breiten wirtschaftlichen Dynamik kann allerdings noch keine Rede sein, da zahlreiche Branchen weiterhin mit schwacher Nachfrage und fehlenden Aufträgen kämpfen.
Industrie setzt auf bessere Perspektiven
Im Verarbeitenden Gewerbe verbesserte sich das Geschäftsklima spürbar. Ausschlaggebend waren vor allem optimistischere Erwartungen für die kommenden Monate. Die aktuelle Geschäftslage wurde hingegen etwas schlechter bewertet als zuletzt.
Belastend wirkt weiterhin die schwache Nachfrage. Die Zahl der Neuaufträge ging erneut zurück, was zeigt, dass die Industrie trotz der verbesserten Stimmung noch keine nachhaltige Trendwende erreicht hat.
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Dienstleister profitieren von stabileren Geschäften
Auch im Dienstleistungssektor legte das Geschäftsklima zu. Die Unternehmen zeigten sich deutlich zufriedener mit ihren laufenden Geschäften. Die Erwartungen für die kommenden Monate blieben dagegen nahezu unverändert und weiterhin eher zurückhaltend.
Positiv entwickelte sich insbesondere der Bereich Transport und Logistik, der seinen Erholungskurs fortsetzen konnte. Im Tourismus bleibt die Lage hingegen angespannt. Viele Unternehmen der Branche berichten weiterhin von schwierigen Rahmenbedingungen.
Handel gewinnt vorsichtig an Zuversicht
Im Handel setzte sich die Aufwärtsbewegung ebenfalls fort. Sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen wurden besser bewertet als im Vormonat.
Die Händler sehen erste Anzeichen einer Stabilisierung. Dennoch bleibt die wirtschaftliche Situation vieler Unternehmen herausfordernd. Nach Einschätzung des ifo Instituts ist der Weg zu einer nachhaltigen Erholung weiterhin lang.
Baugewerbe bleibt von Auftragsmangel geprägt
Im Bauhauptgewerbe verbesserte sich das Geschäftsklima ebenfalls. Verantwortlich dafür waren weniger pessimistische Erwartungen hinsichtlich der kommenden Monate. Die Einschätzung der aktuellen Lage blieb dagegen unverändert.
Weiterhin stellt der Mangel an Aufträgen für viele Bauunternehmen das größte Problem dar. Trotz der etwas besseren Stimmung bleibt die Branche damit von einer nachhaltigen Erholung noch entfernt.


