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Studie: Finanzierungslücke treibt junge Tech-Unternehmen ins Ausland

Mehrere Euroscheine bei einer Geldübergabe bei einer Bank
Foto: Pixabay

Key takeaways

25 % der Startups erwägen wegen Kapitalmangel den Wegzug. Viele wollen 2026 trotz schwieriger Bedingungen Kapital aufnehmen. Bitkom fordert bessere Rahmenbedingungen für junge Tech-Unternehmen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der Finanzierungsdruck auf junge Technologieunternehmen in Deutschland wächst: Fast jedes zweite Startup plant 2026 eine Kapitalaufnahme und will dabei im Schnitt rund 4 Millionen Euro einwerben. Doch ein Viertel der Gründerinnen und Gründer erwägt bereits, Deutschland wegen mangelnder Finanzierungsmöglichkeiten zu verlassen. Nur 17 Prozent halten das hiesige Venture-Capital-Angebot für ausreichend, wie eine Befragung von Bitkom Research unter 133 Tech-Startups zeigt.

Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst warnt vor den Folgen: Mit jedem abwanderten Startup verliere Deutschland nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch Innovationskraft. Er fordert daher eine Stärkung der WIN-Initiative, mehr Anreize für institutionelle Investoren und eine Reform der privaten Altersvorsorge, die Beteiligungen an Startups erleichtert.

Kapitalbeschaffung: Mehrheit optimistisch, aber Rahmenbedingungen kritisch

Von den Startups, die Finanzierungen planen, glauben 64 Prozent, dass sie erfolgreich Kapital aufnehmen können. 13 Prozent sind skeptisch, 23 Prozent unentschlossen. Trotz der Erwartungen wird die Finanzierungslage von vielen als strukturelles Risiko wahrgenommen.

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Klare Präferenz für deutsches und europäisches Kapital

Drei Viertel der Startups würden bevorzugt in Deutschland Kapital aufnehmen. Investoren aus EU-Ländern folgen mit 52 Prozent Zustimmung. US-Investoren haben deutlich an Attraktivität verloren: Nur 13 Prozent bevorzugen sie noch, während 23 Prozent sie klar ablehnen. China bleibt für die meisten Gründerinnen und Gründer ausgeschlossen – zwei Drittel (66 Prozent) wollen keine chinesischen Investoren.

Börsengang bleibt attraktive Option

Für 43 Prozent ist ein IPO in Deutschland grundsätzlich denkbar, 40 Prozent erwägen einen Börsengang im Ausland. Damit liegen heimische und internationale Kapitalmärkte nahezu gleichauf.

Standort Deutschland verliert an Strahlkraft

Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Verschiebung in der Wahrnehmung des Standortes: Neben fehlendem Kapital belasten Bürokratie, regulatorische Unsicherheiten und hohe Energiekosten das Wachstum junger Firmen. Wintergerst fordert deshalb eine schnelle politische Kurskorrektur, um Kapitalmarkt, Innovationsförderung und Investitionsbedingungen zu stärken.

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