Viele deutsche Reisende bereiten ihren Urlaub detailliert vor, vernachlässigen dabei aber die mobile Datenversorgung am Zielort. Laut einer YouGov-Umfrage im Auftrag von Airalo wurden 19 Prozent der Befragten außerhalb der EU bereits von unerwartet hohen Roamingkosten überrascht. Bei den 18- bis 24-Jährigen liegt der Anteil mit 54 Prozent deutlich höher.
Während 80 Prozent ihren Koffer nach einer festen Routine oder mithilfe einer Checkliste packen, installieren lediglich 9 Prozent vor Reisebeginn eine eSIM. Gleichzeitig wissen 58 Prozent der Befragten grundsätzlich, was eine eSIM ist. Ein entsprechendes Datenpaket haben bislang 17 Prozent genutzt.
Digitale Reisevorbereitung spielt eine Nebenrolle
Andere Vorbereitungen genießen laut Umfrage höhere Priorität. 46 Prozent nehmen Snacks für unterwegs mit, 38 Prozent schützen wichtige Dokumente mit Klarsichtfolien. Selbst das Herunterladen von Filmen oder Serien vor einer Reise ist mit 18 Prozent doppelt so verbreitet wie die vorherige Installation einer eSIM.
Dabei gehören eSIM-Nutzer laut Befragung nicht zwangsläufig zu den besonders systematischen Reisenden. In dieser Gruppe geben 22 Prozent an, spontan und ohne festes System zu packen. 25 Prozent überlassen das Packen sogar anderen Personen.
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Roaming-Risiko besteht auch bei Reisen innerhalb Europas
Zusätzliche Mobilfunkkosten sind nicht ausschließlich ein Thema bei Fernreisen. Airalo verweist darauf, dass die EU-Roamingregeln beispielsweise bei Reisen nach Großbritannien, in die Schweiz oder nach Nordmazedonien nicht automatisch greifen. Abhängig vom jeweiligen Mobilfunktarif können dadurch beim Surfen, Navigieren oder Versenden von Inhalten zusätzliche Kosten entstehen.
Die Umfrage deutet damit auf eine Lücke zwischen allgemeinem Wissen über digitale Reiseoptionen und deren tatsächlicher Nutzung hin. Obwohl mehr als die Hälfte der Befragten eSIMs kennt, hat nur etwa jeder Sechste bereits ein entsprechendes Datenpaket gebucht.
Fehlende Internetverbindung sorgt für Konflikte
Probleme mit dem mobilen Internet wirken sich laut Befragung auch auf das Reiseerlebnis aus. 21 Prozent berichten, dass fehlende oder schlechte Internetverbindungen im Urlaub bereits zu Stress oder Streit mit ihrer Begleitung geführt haben.
Auf der Suche nach einer Verbindung greifen Reisende teilweise auf fremde Infrastruktur zurück. Zwölf Prozent haben bereits ein Café oder Restaurant betreten, um dort Internetzugang zu erhalten, ohne etwas zu bestellen. Elf Prozent nutzten dafür eine Hotellobby, obwohl sie dort nicht übernachteten.
Reisende nutzen auch unbekannte WLAN-Netze
Neun Prozent der Befragten haben sich laut Umfrage bereits mit einem fremden WLAN verbunden, ohne zu wissen, wem das Netzwerk gehört. Damit kann eine unzureichend geplante Datenversorgung neben möglichen Zusatzkosten auch dazu führen, dass Reisende auf alternative Internetzugänge ausweichen.
Die von Airalo beauftragte Befragung zeigt insgesamt einen deutlichen Gegensatz zwischen klassischer Reiseorganisation und digitaler Vorbereitung. Routinen beim Packen sind weit verbreitet, während sich ein vergleichsweise kleiner Teil bereits vor der Abreise gezielt um die mobile Datenverbindung am Urlaubsort kümmert.


