Ein stabiler Jahresauftakt bestätigt die strategische Neuausrichtung von Unilever. Der Konsumgüterkonzern verzeichnet im ersten Quartal 2026 ein volumengetriebenes Wachstum, das insbesondere durch starke Marken und dynamische Schwellenmärkte getragen wird.
Volumenwachstum als zentraler Treiber
Unilever erzielte ein organisches Umsatzwachstum von 3,8 Prozent. Dabei entfielen 2,9 Prozentpunkte auf steigende Absatzmengen, während Preiserhöhungen lediglich 0,9 Prozent beitrugen. Diese Entwicklung signalisiert eine wiedererstarkte Nachfrage und eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit in vielen Märkten.
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Umsatz durch Währungseffekte belastet
Trotz positiver operativer Entwicklung sank der berichtete Umsatz auf 12,6 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 3,3 Prozent entspricht. Hauptgrund hierfür waren negative Währungseffekte, die das organische Wachstum überkompensierten.
Starke Marken treiben Entwicklung
Besonders die sogenannten Power Brands erwiesen sich als Wachstumsmotor. Sie erzielten ein organisches Wachstum von 5,0 Prozent, getragen von einem Volumenanstieg von 4,0 Prozent. Marken wie Dove, Persil oder Knorr profitieren von Innovationen, Premiumisierung und globaler Markenstärke.
Schwellenmärkte bleiben Wachstumstreiber
Die Dynamik in den Emerging Markets bleibt hoch. Mit einem organischen Wachstum von 5,7 Prozent leisten diese Regionen den größten Beitrag zur Gesamtentwicklung. Indien verzeichnete besonders starkes Wachstum, während sich Lateinamerika nach gezielten Maßnahmen erholte.
Geschäftsbereiche entwickeln sich unterschiedlich
Die einzelnen Sparten zeigten ein differenziertes Bild. Home Care wuchs mit 6,1 Prozent besonders stark, getragen von steigenden Volumina in wichtigen Märkten. Beauty & Wellbeing sowie Personal Care legten moderat zu, während der Bereich Foods ein solides, aber geringeres Wachstum verzeichnete. Insgesamt zeigt sich eine breite Wachstumsbasis über alle Kategorien hinweg.
Strategischer Umbau prägt die Zukunft
Ein zentraler Schritt ist die geplante Zusammenlegung des Lebensmittelgeschäfts mit McCormick. Ziel ist es, Unilever stärker auf margenstarke Bereiche wie Beauty, Pflege und Haushaltsprodukte auszurichten. Gleichzeitig entsteht im Lebensmittelbereich ein globaler Anbieter mit hoher Skalierung und Wachstumspotenzial.
Effizienzprogramm zeigt Wirkung
Das laufende Produktivitätsprogramm entwickelt sich schneller als geplant. Bereits bis zum ersten Quartal 2026 wurden Einsparungen von 750 Millionen Euro realisiert. Damit nähert sich der Konzern seinem Ziel, bis Ende 2026 rund 800 Millionen Euro einzusparen.
Kapitalstrategie und Ausblick
Unilever erhöht die Quartalsdividende um 3 Prozent und startet ein Aktienrückkaufprogramm über 1,5 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr bestätigt der Konzern seine Prognose und erwartet ein Umsatzwachstum am unteren Ende der Zielspanne von 4 bis 6 Prozent sowie eine leichte Verbesserung der operativen Marge.



