Eine einwöchige Urlaubsreise bleibt für viele Menschen in Deutschland finanziell außer Reichweite. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes konnten sich im Jahr 2025 rund 21 Prozent der Bevölkerung keinen einwöchigen Urlaub leisten. Das entspricht etwa 17,3 Millionen Menschen. Gegenüber dem Vorjahr blieb der Anteil unverändert.
Im europäischen Vergleich schneidet Deutschland jedoch besser ab als der Durchschnitt der Europäischen Union. EU-weit gaben 28 Prozent der Menschen an, sich keine einwöchige Urlaubsreise leisten zu können. Besonders hoch waren die Werte in Rumänien, Griechenland, Bulgarien und Ungarn. Die niedrigsten Anteile verzeichneten Luxemburg, Schweden und die Niederlande.
Einkommen entscheidet über Reisemöglichkeiten
Besonders stark betroffen sind Menschen mit niedrigen Einkommen. Im einkommensschwächsten Fünftel der Bevölkerung konnte sich 2025 fast jede zweite Person keine Urlaubsreise leisten. In der nächsthöheren Einkommensgruppe lag der Anteil noch bei 28 Prozent.
Mit steigendem Einkommen sinkt die Wahrscheinlichkeit deutlich, auf einen Urlaub verzichten zu müssen. Dennoch gibt es auch in höheren Einkommensgruppen Menschen, die ihre finanzielle Situation als nicht ausreichend für eine Reise einschätzen.
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Alleinerziehende besonders belastet
Neben dem Einkommen beeinflusst auch die Haushaltsform die Möglichkeiten für Reisen. Am häufigsten betroffen sind Alleinerziehende: In diesen Haushalten konnten sich 39 Prozent der Menschen keinen einwöchigen Urlaub leisten. Unter Alleinlebenden lag der Anteil bei 29 Prozent.
Deutlich niedriger sind die Werte in Haushalten mit zwei Erwachsenen. Ohne Kinder waren 16 Prozent betroffen, mit Kindern 18 Prozent. Die Zahlen zeigen, dass finanzielle Spielräume für Reisen weiterhin stark von Einkommen und familiärer Situation abhängen.


