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KEP-Markt wächst weiter, bleibt aber unter wirtschaftlichem Druck

Mehrere Pakete bei der Übergabe
Foto: Kindel Media / Pexels

Key takeaways

Steigende Kosten und eine schwache Konjunktur bremsen die Paketbranche, dennoch wächst der KEP-Markt weiter. Besonders private Sendungen legen zu, während der Verband bessere Rahmenbedingungen für Investitionen und nachhaltiges Wachstum fordert.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der deutsche Kurier-, Express- und Paketmarkt (KEP) hat seinen Wachstumskurs im Jahr 2025 fortgesetzt, allerdings mit deutlich geringerer Dynamik als in den Vorjahren. Das geht aus der aktuellen KEP-Studie 2026 des Bundesverbandes Paket- und Expresslogistik (BPEX) hervor. Demnach stieg das Sendungsvolumen um 1,8 Prozent auf insgesamt 4,37 Milliarden Sendungen. Gleichzeitig erhöhte sich der Branchenumsatz um 2,6 Prozent auf rund 28,4 Milliarden Euro.

Trotz der positiven Entwicklung bleibt das wirtschaftliche Umfeld herausfordernd. Schwache Konsumausgaben, eine verhaltene Konjunktur und steigende Betriebskosten setzen die Unternehmen weiterhin unter Druck.

Privatkundengeschäft gewinnt an Bedeutung

Die einzelnen Marktsegmente entwickelten sich unterschiedlich. Während das Volumen bei Geschäftskunden-Sendungen leicht zurückging und das klassische B2C-Geschäft nur noch geringe Zuwächse verzeichnete, legten Sendungen zwischen Privatpersonen deutlich zu.

Damit setzt sich ein langfristiger Trend fort: Das Privatkundengeschäft gewinnt innerhalb des Paketmarktes weiter an Bedeutung. Verantwortlich dafür sind unter anderem digitale Handelsplattformen und der wachsende Austausch gebrauchter Waren zwischen Privatpersonen.

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Kosten steigen schneller als die Erlöse

Erstmals untersucht die Studie mit einem eigenen KEP-Kostenindex die tatsächliche Kostenentwicklung der Branche. Das Ergebnis zeigt, dass die Umsatzsteigerungen der vergangenen Jahre die Belastungen durch höhere Energie-, Kraftstoff-, Maut- und Personalkosten nicht ausgleichen konnten.

Viele Unternehmen können diese Mehrkosten nur teilweise an ihre Kunden weitergeben. Der Verband fordert daher bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen, weniger Regulierung und stärkere Investitionsanreize für Digitalisierung, Automatisierung und nachhaltige Infrastruktur.

Branche bleibt wichtiger Arbeitgeber

Trotz des schwierigen Umfelds konnte die KEP-Branche ihre Beschäftigung weiter ausbauen. Im Jahr 2025 entstanden rund 3.700 zusätzliche Arbeitsplätze, sodass inzwischen etwa 270.000 Menschen in der Branche tätig sind.

Neben ihrer wirtschaftlichen Bedeutung hebt die Studie auch die gesellschaftliche Rolle der Paketlogistik hervor. Die Branche bietet Menschen mit unterschiedlichen Qualifikationen und Herkunftsgeschichten Beschäftigungsmöglichkeiten und leistete 2025 einen Steuerbeitrag von rund 4,2 Milliarden Euro.

Prognose bis 2030 bleibt positiv

Für die kommenden Jahre erwartet der BPEX weiterhin moderates Wachstum. Bis 2030 soll das Sendungsvolumen durchschnittlich um 3,1 Prozent pro Jahr steigen und rund 5,08 Milliarden Sendungen erreichen.

Ob diese Prognose erreicht wird, hängt jedoch maßgeblich von der wirtschaftlichen Entwicklung sowie den politischen Rahmenbedingungen für Logistik- und Transportunternehmen ab.

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