Die US-amerikanische Marke Victoria’s Secret & Co. ist mit deutlichem Rückenwind in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Der US-Konzern konnte im ersten Quartal sowohl Umsatz als auch Ergebnis klar steigern und übertraf damit die eigenen Prognosen. Vor dem Hintergrund der positiven Entwicklung hebt das Unternehmen nun auch seine Jahresziele an.
Im Zeitraum bis Anfang Mai erzielte der Konzern einen Umsatz von 1,56 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit lag das Ergebnis oberhalb der zuvor kommunizierten Erwartungen. Auch auf vergleichbarer Fläche entwickelte sich das Geschäft dynamisch: Die vergleichbaren Umsätze legten um 13 Prozent zu.
Deutlicher Ergebnisanstieg im ersten Quartal
Neben dem Umsatz konnte Victoria’s Secret auch die Profitabilität deutlich verbessern. Das operative Ergebnis stieg auf 76 Millionen US-Dollar, nachdem im Vorjahreszeitraum lediglich 20 Millionen US-Dollar erzielt worden waren. Unter dem Strich erzielte das Unternehmen einen Nettogewinn von 48 Millionen US-Dollar, nachdem im Vorjahr noch ein leichter Verlust angefallen war.
Bereinigt um Sondereffekte fiel das operative Ergebnis mit 80 Millionen US-Dollar noch stärker aus und lag deutlich über der ursprünglichen Prognose. Auch der Gewinn je Aktie übertraf die Erwartungen klar.
Treiber der Entwicklung waren unter anderem ein höherer Anteil an Verkäufen zum regulären Preis, eine geringere Rabattintensität sowie Effizienzgewinne bei Einkauf und Kostenstruktur. Trotz belastender Faktoren wie Zöllen konnte das Unternehmen seine Margen verbessern.
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Marken stärken Wachstum und Kundenbindung
Das Wachstum wurde von allen zentralen Markenbereichen getragen – darunter Victoria’s Secret, PINK und das Beauty-Segment. Besonders auffällig war die steigende Nachfrage neuer Kundinnen sowie eine insgesamt stärkere Kundenbindung.
Das Unternehmen führt die Entwicklung auf Produktinnovationen, gezielte Markenkommunikation und eine klarere Positionierung zurück. Die strategische Initiative „Path to Potential“ zielt darauf ab, die Marken emotional aufzuladen, die Kundenansprache zu verbessern und langfristiges Wachstum zu sichern.
Aktienrückkäufe und verbesserte Kostenstruktur
Parallel zur operativen Entwicklung setzte Victoria’s Secret auch seine Kapitalmaßnahmen fort. Im ersten Quartal wurden rund 2,2 Millionen eigene Aktien im Wert von 100 Millionen US-Dollar zurückgekauft. Damit verbleibt ein Restvolumen von 150 Millionen US-Dollar im laufenden Rückkaufprogramm.
Auch auf Kostenseite zeigt sich das Unternehmen disziplinierter. Neben Verbesserungen bei den Bruttomargen konnte der Konzern seine Verwaltungskosten im Verhältnis zum Umsatz senken und damit zusätzliche Ergebnishebel realisieren.
Prognose für 2026 deutlich angehoben
Angesichts der starken Entwicklung hebt Victoria’s Secret seine Prognose für das Gesamtjahr 2026 an. Der Umsatz soll nun zwischen 7,03 und 7,13 Milliarden US-Dollar liegen – deutlich mehr als zuvor erwartet und über dem Vorjahreswert.
Auch beim operativen Ergebnis zeigt sich das Unternehmen optimistischer. Das bereinigte operative Ergebnis wird nun in einer Spanne von 550 bis 580 Millionen US-Dollar erwartet, nachdem zuvor ein deutlich niedrigeres Niveau prognostiziert worden war.
Für das zweite Quartal rechnet das Unternehmen ebenfalls mit weiterem Wachstum. Der Umsatz soll zwischen 1,59 und 1,615 Milliarden US-Dollar liegen, begleitet von einem deutlich steigenden operativen Ergebnis.
Insgesamt signalisiert der Konzern damit eine stabile Geschäftsdynamik und sieht sich gut positioniert, um die positive Entwicklung im weiteren Jahresverlauf fortzusetzen.


