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Visa identifiziert neue Betrugsmuster im globalen Zahlungsverkehr

Programmiercode als Symbol für einen Hackerangriff
Foto: Sora Shimazaki / Pexels

Key takeaways

Visa warnt in seinem neuen Bedrohungsbericht vor einer professionellen Industrialisierung des Zahlungsbetrugs. Kriminelle agieren zunehmend wie Start-ups und nutzen KI, Botnetze und Schwachstellen bei Drittanbietern. Der Bericht benennt fünf zentrale Trends, die die Sicherheitslage im Zahlungsverkehr weltweit verändern.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Kriminelle verändern ihr Vorgehen im Zahlungsverkehr – schneller, koordinierter und professioneller als je zuvor. Das zeigt der neue Bedrohungsbericht von Visa. Das Risikoteam von Visa nennt darin fünf zentrale Entwicklungen, die das Sicherheitsumfeld im weltweiten Zahlungsökosystem nachhaltig prägen.

Betrug als skalierbares Geschäftsmodell

Laut Visa ist ein Paradigmenwechsel im Gange: Kriminelle agieren längst nicht mehr als Einzeltäter, sondern wie Startups. Sie bauen technische Infrastrukturen, entwickeln Skripte und nutzen Künstliche Intelligenz, um ihre Angriffe effizient zu skalieren. Botnetze, synthetische Identitäten und automatisierte Betrugswerkzeuge kommen vermehrt parallel zum Einsatz.

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Verzögerte Monetarisierung als Strategie

Ein zentrales Element ist der doppelte Angriffsansatz. Dabei werden gestohlene Zugangsdaten über einen längeren Zeitraum gesammelt, um später großflächige Angriffe zu ermöglichen. Diese Taktik erschwert die rechtzeitige Erkennung und Abwehr durch klassische Kontrollsysteme.

Die Krise der Authentizität

Ein weiteres wachsendes Problem: Die Erkennbarkeit echter Transaktionen. Durch den verstärkten Einsatz von Deepfakes und synthetischen Inhalten wird es für Banken, Händler und Kunden zunehmend schwer, legitime Kommunikation von Täuschungsversuchen zu unterscheiden.

Lücken in der Sicherheitsarchitektur

Cyberkriminelle testen systematisch bestehende Schutzmechanismen auf Schwachstellen. Sobald eine Lücke gefunden ist, wird diese im großen Stil ausgenutzt. Visa beobachtet eine zunehmende Erosion traditioneller Sicherheitskontrollen, die den aktuellen Angriffsmustern nicht mehr standhalten.

Drittanbieter als Risikoquelle

Besonders kritisch bewertet Visa die Rolle von Drittanbietern. Ihre Anbindung an das Zahlungsökosystem kann Angriffsflächen schaffen. Zwischen Januar und Juni 2025 registrierte Visa einen Anstieg von Ransomware-Fällen um 41 Prozent. Gleichzeitig wuchs die Zahl kompromittierter CAMS-Konten um 173 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Visa sieht die Aufklärung von Unternehmen und Verbrauchern als wichtigen Pfeiler im Kampf gegen neue Bedrohungen. In einem ergänzenden Blogpost beleuchtet das Unternehmen zudem die Rolle von KI im Kontext des sogenannten agentenbasierten Handels.

„Jeder mit Internetzugang kann potenziell ein Betrüger sein“, warnt Michael Jabbara, Bereichsleiter für Risiko und Kontrolle bei Visa. Nur wer gut informiert sei, könne sich in dieser neuen Bedrohungslage effektiv schützen.

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