Coty hat den letzten Schritt seines mehrjährigen Rückzugs aus dem Haarkosmetikgeschäft abgeschlossen. Der US-Konzern veräußerte die verbleibenden 25,8 Prozent an Wella an von KKR verwaltete Kapitalfonds und Investmentpartner. Der Transaktionswert umfasst laut Coty eine Sofortzahlung in Höhe von 750 Millionen US-Dollar (rund 690 Millionen Euro). Zudem sichert sich Coty eine Beteiligung in Höhe von 45 Prozent an etwaigen zukünftigen Verkaufserlösen oder einem möglichen Börsengang, sobald KKR seine bevorzugte Kapitalrendite erzielt hat.
Fokussierte Portfolio-Strategie und Schuldenabbau
Mit dem Verkauf schließt Coty sein 2020 gestartetes Programm zur Monetarisierung der Wella-Beteiligung exakt im vorgesehenen Zeitrahmen ab. Die Maßnahme ist Teil einer umfassenden Strategie, das Markenportfolio zu straffen und sich auf Kernbereiche wie Duft, Make-up und Hautpflege zu konzentrieren. Der erzielte Verkaufserlös soll vorrangig zur Rückzahlung von kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten verwendet werden. Gemeinsam mit dem starken Free Cashflow des Unternehmens – über 350 Millionen US-Dollar im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 – soll die Nettoverschuldung bis Ende 2025 auf das 3-Fache des EBITDA sinken.
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Strategische Partnerschaft mit KKR als Erfolgsfaktor
Coty-Finanzchef Laurent Mercier bezeichnete den Abschluss als „Meilenstein“ für das Unternehmen. Die Partnerschaft mit KKR habe sich als äußerst wertsteigernd erwiesen. Coty habe kontinuierlich vom Wachstum Wellas profitiert und durch den schrittweisen Verkauf seiner Beteiligung finanzielle Spielräume gewonnen. Die vollständige Trennung von Wella sei zudem ein Beleg für die konsequente Umsetzung der finanziellen Ziele und eine Fokussierung auf margenstärkere Geschäftsbereiche.
Beraten wurde Coty bei der Transaktion von Citi als Finanzberater sowie von der Kanzlei Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom. Aufseiten von KKR agierte Simpson Thacher & Bartlett LLP als Rechtsberater.




