L’Oréal hat seine Beteiligung am Schweizer Hautpflege- und Dermatologieunternehmen Galderma von 10 auf 20 Prozent erhöht. Der französische Kosmetikkonzern erwirbt weitere 10 Prozent der Anteile von einem Konsortium unter Führung der Beteiligungsgesellschaft EQT. Die Transaktion erfolgt im Rahmen eines sogenannten Off-Market-Block-Deals, wie das Unternehmen mitteilt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Stärkung der strategischen Partnerschaft
Der Einstieg von L’Oréal bei Galderma erfolgte 2024, seither verfolgt der Konzern eine Strategie zur Stärkung seiner Position im wachsenden Markt für ästhetische Medizin. Die Verdopplung der Beteiligung unterstreicht das langfristige Vertrauen in Galdermas Kurs unter CEO Flemming Ørnskov. L’Oréal plant derzeit keine weitere Aufstockung, möchte aber die bestehende wissenschaftliche Partnerschaft mit Galderma ausbauen.
Im Zuge des Deals sollen zwei Sitze im Verwaltungsrat von Galderma mit nicht-unabhängigen Kandidaten von L’Oréal besetzt werden. Diese sollen Mitglieder aus dem EQT-Konsortium ersetzen, beginnend mit der Hauptversammlung 2026.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Finanzierung aus eigenen Mitteln, Abschluss Anfang 2026
L’Oréal finanziert die Übernahme mit verfügbaren Barmitteln und bestehenden Kreditlinien. Der Abschluss der Transaktion wird für das erste Quartal 2026 erwartet und steht noch unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen. Nach Vollzug soll der Anteil von L’Oréal nach der sogenannten Equity-Methode bilanziert werden. Ein zuvor bestehender Gesellschaftervertrag mit SSCO, einem der bisherigen Mitgesellschafter, wird mit der Transaktion aufgehoben.
Sowohl Galderma als auch L’Oréal betonen die enge Verbundenheit und sehen die Intensivierung der Partnerschaft als logischen nächsten Schritt. Mit dem Ausbau seines Engagements sichert sich L’Oréal stärkeren Zugang zu einem schnell wachsenden Marktsegment, das in enger Nachbarschaft zum klassischen Kosmetikgeschäft liegt.


