ANZEIGE

ANZEIGE

Weleda wächst stark – Gewinn bricht durch hohe Investitionen ein

Weleda Amber divine Skincare Tube
Foto: WELEDA AG

Key takeaways

Die Weleda AG erreicht 2025 einen Rekordumsatz, muss jedoch beim Ergebnis Rückgänge hinnehmen. Haupttreiber ist das boomende Kosmetikgeschäft, während hohe Investitionen und ein schwächeres Pharmasegment die Profitabilität belasten.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Weleda AG hat im Geschäftsjahr 2025 einen Rekordumsatz erzielt, gleichzeitig jedoch einen deutlichen Rückgang beim Ergebnis verzeichnet. Mit Erlösen von 484,6 Millionen Euro setzte der Naturkosmetik- und Arzneimittelhersteller seinen Wachstumskurs fort, investierte aber laut Jahresbericht massiv in Marke, Innovation und Infrastruktur.

„Unsere hohen Investitionen, vor allem in die Einführung neuer Produkte, haben unser Wachstum getrieben und unser Ergebnis kurzfristig beeinflusst“, so Weleda-CEO Tina Müller. Mit Blick auf eine nachhaltig erfolgreiche Entwicklung nehme das Unternehmen den geplanten Ergebnisrückgang in Kauf. 

Kosmetikgeschäft als Wachstumstreiber

Das Wachstum wurde maßgeblich vom Kosmetiksegment getragen. Der Umsatz stieg mit einem Plus von 9,2 Prozent deutlich und überschritt erstmals die Marke von 400 Millionen Euro. Damit gewinnt dieser Bereich weiter an Bedeutung und stellt inzwischen den klar dominierenden Anteil am Gesamtgeschäft dar.

Erfolgreiche Produktinnovationen, eine stärkere Markenpositionierung sowie gezielte Marketingmaßnahmen sorgten für zusätzliche Dynamik – insbesondere im Kernmarkt D-A-CH. Neue Linien und Weiterentwicklungen bestehender Bestseller trugen zur positiven Entwicklung im Premiumsegment bei.

Anzeige

Gewinnen in der Plattform-Ökonomie

von Alexander Graf – der Leitfaden für Handelsentscheider
★★★★☆ 4,4 / 5 Sterne
Jetzt bei Amazon entdecken

Pharmageschäft entwickelt sich rückläufig

Deutlich schwächer verlief hingegen das Geschäft mit Arzneimitteln. Hier musste Weleda einen spürbaren Umsatzrückgang in Höhe von -6,3 Prozent hinnehmen. Gründe sind strukturelle Veränderungen im Apothekenmarkt, eine insgesamt schwächere Nachfrage sowie ein herausforderndes Umfeld im OTC-Bereich.

Besonders in der wichtigen Region D-A-CH machte sich diese Entwicklung bemerkbar.

Investitionen belasten Ergebnis

Das operative Ergebnis ging deutlich zurück, ebenso der Jahresüberschuss. Neben dem schwächeren Pharmageschäft wirkten sich auch gestiegene Kosten für Materialien, Produktion und Personal negativ aus.

Hinzu kamen umfangreiche Investitionen in zentrale Zukunftsprojekte. Dazu zählen unter anderem der Ausbau und Facelift des Markenauftritts, die Weiterentwicklung der Lieferketten, digitale Transformationen sowie neue Logistikstrukturen.

Strategischer Fokus auf langfristiges Wachstum

Die Unternehmensführung sieht die Ergebnisbelastung als bewusste Entscheidung. Ziel ist es, die Marke langfristig zu stärken und die Grundlage für nachhaltiges Wachstum zu schaffen.

Im Mittelpunkt stehen dabei Innovation, Internationalisierung, Digitalisierung und die gezielte Positionierung im Premiumsegment.

Internationales Geschäft wächst unterschiedlich

Regional entwickelte sich das Geschäft insgesamt positiv, wenn auch uneinheitlich. Während Europa weiterhin den wichtigsten Markt darstellt und solide Zuwächse verzeichnete, entwickelten sich andere Regionen dynamischer oder rückläufig.

Der Ausbau internationaler Märkte bleibt ein zentraler Bestandteil der Wachstumsstrategie.

Nachhaltigkeit als zentraler Bestandteil

Parallel zur wirtschaftlichen Entwicklung treibt Weleda seine Nachhaltigkeitsziele weiter voran. Der Anteil recycelter Materialien in Verpackungen steigt ebenso wie der Einsatz erneuerbarer Energien. Auch der Fokus auf biologische und biodynamische Rohstoffe wird weiter ausgebaut.

Ausblick: Profitabilität soll wieder steigen

Für das Jahr 2026 rechnet Weleda mit weiterem Umsatzwachstum und einer Verbesserung der Profitabilität. Die umfangreichen Investitionen sollen sich schrittweise auszahlen und die Wettbewerbsfähigkeit stärken.

Das Geschäftsjahr 2025 zeigt damit eine klare strategische Priorität: kurzfristige Gewinne treten hinter langfristige Markenstärkung und strukturelle Modernisierung zurück – ein Ansatz, der sich erst mittelfristig vollständig bewerten lassen wird.

Ähnliche Artikel

Must-read

ANZEIGE
JANGER E-Commerce
Wer als Shop-Betreiber, E-Commerce Manager oder Gründer einer E-Commerce-Marke erfolgreich werden möchte, muss drei grundsätzliche Faktoren, Verkaufspsychologie, Außendarstellung und Design sowie Nutzererlebnis, verinnerlichen.

Top-News

Sponsored

Sponsored