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Mondelēz wächst im ersten Quartal – doch Kosten belasten Gewinn

Produkte aller Snack-Marken von Mondelēz International
Foto: Mondelēz International

Key takeaways

Mondelēz International wächst weiter, doch Margen geraten unter Druck. Preiserhöhungen treiben den Umsatz, während steigende Kosten und Investitionen die Gewinne dämpfen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der US-Lebensmittelkonzern Mondelēz ist mit einem soliden Umsatzwachstum in das Jahr 2026 gestartet, sieht sich jedoch weiterhin mit erheblichem Kostendruck konfrontiert. Im ersten Quartal legten die Erlöse deutlich zu, während die bereinigte Profitabilität rückläufig war.

Umsatz wächst deutlich – vor allem in Schwellenländern

Die Nettoeinnahmen stiegen im ersten Quartal um 8,2 Prozent auf rund 10,1 Milliarden US-Dollar. Organisch betrug das Wachstum 3,0 Prozent. Treiber waren vor allem Preisanpassungen, während Volumen und Produktmix leicht rückläufig waren.

Besonders dynamisch entwickelten sich die Emerging Markets mit zweistelligen Zuwächsen. Auch Europa verzeichnete ein kräftiges Plus, während Nordamerika nur leicht wuchs. Insgesamt zeigt sich ein klares Bild: Wachstum kommt derzeit vor allem aus internationalen Märkten.

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Gewinnentwicklung durch Sondereffekte verzerrt

Der ausgewiesene Gewinn je Aktie legte deutlich zu und erreichte 0,44 US-Dollar, was einem Anstieg von über 40 Prozent entspricht. Hauptursache hierfür sind positive Bewertungseffekte bei Rohstoff- und Währungsabsicherungen.

Bereinigt um diese Effekte zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Das angepasste Ergebnis je Aktie sank deutlich. Belastend wirkten vor allem gestiegene Rohstoffkosten, höhere Marketingausgaben sowie zusätzliche Investitionen in IT- und Transformationsprojekte.

Kosteninflation drückt auf Margen

Trotz steigender Umsätze gerieten die Margen unter Druck. Höhere Inputkosten sowie ungünstige Mixeffekte führten zu einem Rückgang der bereinigten Bruttomarge und operativen Marge.

Das Unternehmen konnte diese Belastungen teilweise durch Preiserhöhungen und Effizienzmaßnahmen abfedern, jedoch nicht vollständig kompensieren.

Investitionen in Marke und Systeme steigen

Mondelēz setzt weiterhin auf langfristiges Wachstum und investiert gezielt in Markenstärkung, Innovation und Digitalisierung. Dazu zählen unter anderem erhöhte Ausgaben für Werbung und Verbraucheraktivierung sowie Kosten im Zusammenhang mit der Einführung neuer ERP-Systeme.

Diese Investitionen belasten kurzfristig die Ergebnisse, sollen aber die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken.

Cashflow und Kapitalrückführung stabil

Der operative Cashflow lag bei rund 0,5 Milliarden US-Dollar, der freie Cashflow bei etwa 0,2 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig gab das Unternehmen rund 0,6 Milliarden US-Dollar an Aktionäre zurück.

Ausblick: Moderates Wachstum in unsicherem Umfeld

Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt Mondelēz seine Prognose eines moderaten organischen Umsatzwachstums zwischen null und zwei Prozent. Beim bereinigten Ergebnis je Aktie wird ein Wachstum im niedrigen einstelligen Bereich erwartet.

Gleichzeitig verweist das Unternehmen auf ein weiterhin volatiles Umfeld, geprägt von geopolitischen Unsicherheiten, schwankenden Rohstoffpreisen und regulatorischen Risiken.

Strategie bleibt wachstumsorientiert

Trotz kurzfristiger Ergebnisbelastungen hält Mondelēz an seiner langfristigen Wachstumsstrategie fest. Der Fokus liegt auf starken Marken, gezielten Investitionen und der Erschließung internationaler Märkte.

Das erste Quartal zeigt damit ein typisches Bild: Umsatzwachstum durch Preissetzungskraft, aber anhaltender Druck auf Margen durch externe Kostenfaktoren.

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