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HDE: Handel erwartet zur WM 2026 nur begrenzte Umsatzimpulse

Bier und Snacks beim Fussball schauen
Foto: depositphotos.com

Key takeaways

Die Fußball-WM 2026 bringt dem Handel voraussichtlich nur begrenzte Impulse. Laut HDE profitieren vor allem einzelne Branchen, während große Konsumeffekte durch Austragung im Ausland und schwache Konjunktur ausbleiben.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Mit dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 richtet sich der Blick im Handel traditionell auch auf mögliche Konsumimpulse. Doch die Erwartungen bleiben gedämpft: Laut einer aktuellen Umfrage des Handelsverband Deutschland (HDE) unter rund 400 Unternehmen rechnet die Branche zwar mit zusätzlichen Umsätzen – ein flächendeckender Nachfrageboom wird jedoch ausbleiben.

Großturnier mit begrenzter Wirkung

Die WM 2026 setzt neue Maßstäbe: Erstmals wird das Turnier in drei Ländern – den USA, Kanada und Mexiko – ausgetragen, zudem nehmen 48 Mannschaften teil. Mit insgesamt 104 Spielen und einem satten Aufgebot an Sponsoren und Partnern erreicht die Veranstaltung eine bislang unerreichte Dimension. Für den deutschen Einzelhandel ergibt sich daraus jedoch ein Nachteil: Durch die Austragung in anderen Zeitzonen fehlen klassische Konsumtreiber wie Public Viewings oder stark frequentierte Innenstädte während der Spiele.

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Umsatzimpulse konzentrieren sich auf einzelne Branchen

Die HDE-Befragung zeigt, dass rund ein Viertel der Händler gezielt Produkte mit WM-Bezug anbietet. Besonders profitieren dürften vor allem der Lebensmitteleinzelhandel sowie Anbieter von Sportartikeln, Bekleidung, Unterhaltungselektronik, Baumarktprodukten und Spielwaren. Hier werden zusätzliche Umsätze durch Fanartikel, Grillzubehör, Snacks oder Getränke erwartet. In vielen anderen Segmenten bleibt die Nachfrageentwicklung hingegen verhalten.

Konsumklima bleibt entscheidender Faktor

Die Studie unterstreicht zugleich die Bedeutung psychologischer Effekte für den Konsum. Sportliche Großereignisse können die Stimmung heben und kurzfristig Kaufanreize setzen – insbesondere bei einem erfolgreichen Turnierverlauf der deutschen Nationalmannschaft. Dennoch bleibt der Einfluss begrenzt, da strukturelle Effekte wie touristische Nachfrage oder großflächige Veranstaltungen im Inland ausbleiben.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen dämpfen Erwartungen

Zusätzlich bremsen makroökonomische Faktoren die Konsumlaune. Trotz moderater Inflation sorgen hohe Energiepreise, geopolitische Unsicherheiten und eine insgesamt fragile Konjunktur für Zurückhaltung bei den Verbrauchern. Vor diesem Hintergrund dürfte die WM 2026 aus Sicht des Handels vor allem punktuelle Zusatzumsätze liefern – ein nachhaltiger Konjunkturimpuls ist nicht zu erwarten.

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