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Zalando integriert Kinder-Secondhand in Plattformstrategie

Gebrauchte Kindermode und Zalando Geschenkkarte
Foto: Zalando

Key takeaways

Zalando erweitert sein Pre-owned-Angebot um Kinderbekleidung in 14 europäischen Märkten. Kundinnen und Kunden können geprüfte Secondhand-Artikel kaufen und eigene Produkte unkompliziert eintauschen. Damit stärkt der Konzern seine Plattformstrategie, bindet Familien enger und integriert Neu- und Zweitmarkt konsequent in ein Einkaufserlebnis.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Zalando baut sein zirkuläres Geschäftsmodell weiter aus und erweitert das Pre-owned-Segment um Kinderbekleidung. In 14 europäischen Märkten können Kundinnen und Kunden laut Zalando nun geprüfte Secondhand-Mode für Kinder erwerben und zuvor bei Zalando gekaufte Artikel direkt wieder verkaufen. Damit verbindet der Konzern Nachhaltigkeit, Komfort und Plattformstrategie.

Kindersegment als Wachstumstreiber im Secondhand-Markt

Der Markt für gebrauchte Mode wächst dynamisch – insbesondere im Kinderbereich. Kleidung wird oft nur kurze Zeit getragen, während der Bedarf kontinuierlich besteht. Gleichzeitig empfinden viele Eltern den privaten Weiterverkauf als zeitintensiv und organisatorisch aufwendig.

Zalando setzt daher auf ein integriertes Rückkaufmodell. Kundinnen und Kunden können geeignete Kinderartikel direkt über ihr Konto eintauschen. Individuelle Preisverhandlungen, eigene Fotos oder zusätzlicher Versandaufwand entfallen. Nach einer Qualitätsprüfung gelangen die Artikel zurück in den Verkauf. Als Gegenleistung erhalten Verkäufer einen Gutschein, der sowohl für Neuware als auch für Pre-owned-Produkte eingelöst werden kann.

Nach Unternehmensangaben hat sich das Verkaufsvolumen im Pre-owned-Bereich zuletzt verdoppelt. Bis zu 50 Prozent der Artikel verkaufen sich innerhalb von 24 Stunden, bei Premiummarken liegt die Quote bei bis zu 90 Prozent. In nahezu jeder zweiten Bestellung werden neue und gebrauchte Produkte kombiniert.

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Integration in die Plattform statt separates Nachhaltigkeitsprojekt

Mit der Erweiterung auf Kinderartikel verfolgt Zalando eine klare strategische Linie. Secondhand wird nicht als isoliertes Nachhaltigkeitsangebot geführt, sondern als gleichwertiger Bestandteil des Gesamtsortiments integriert.

Das Angebot reicht von Sportmarken wie Nike und Adidas bis hin zu Premium-Labels wie Stella McCartney Kids oder Moschino. Durch die breite Marken- und Preisspanne spricht Zalando unterschiedliche Einkommensgruppen an und erhöht die Relevanz für Familien.

Die Qualitätsprüfung jedes einzelnen Artikels soll Vertrauen schaffen und das Einkaufserlebnis dem Kauf von Neuware angleichen. Ziel ist es, den Secondhand-Kauf ebenso einfach und sicher zu gestalten wie den klassischen Online-Einkauf.

Familien als strategische Kernzielgruppe

Familien gehören für Zalando zu den besonders loyalen Kundengruppen. Eltern kaufen regelmäßig und in aufeinanderfolgenden Größenstufen – vom Babyalter bis zum Teenager. Das Pre-owned-Modell schafft dabei mehrere Anreize zugleich: Es generiert Gutscheine für Folgekäufe, erhöht die Kundenbindung und verlängert die Wertschöpfung innerhalb des eigenen Ökosystems.

Gleichzeitig unterstützt das Konzept die langfristige Ausrichtung auf Kreislaufwirtschaft. Durch die Wiedervermarktung gebrauchter Ware wird die Produktlebensdauer verlängert und der Ressourcenverbrauch reduziert.

Wettbewerb im wachsenden Secondhand-Segment

Der Secondhand-Markt ist stark umkämpft. Plattformen wie Vinted setzen auf Peer-to-Peer-Modelle mit direkter Preisverhandlung zwischen Privatpersonen. Zalando geht einen anderen Weg: kuratiert, qualitätsgeprüft und vollständig in das reguläre Einkaufserlebnis integriert.

Die Möglichkeit, Neuware und Pre-owned-Artikel in einem Warenkorb zu kombinieren, senkt Kaufbarrieren und steigert die Conversion. Mit der Ausweitung auf 14 europäische Märkte – darunter Deutschland und Österreich – unterstreicht Zalando seinen Anspruch, Secondhand dauerhaft als festen Bestandteil des Geschäftsmodells zu etablieren.

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