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Amazon integriert Wero im Checkout – aber nur schrittweise

Logo des neuen Zahlungsdienst Wero auf einem Smartphone
Foto: https://wero-wallet.eu

Key takeaways

Mit der neuen Bezeichnung „iDEAL | Wero“ beginnt Amazon Deutschland offenbar die schrittweise Umstellung auf Europas gemeinsame Zahlungslösung. Für Verbraucher bleibt der Ablauf zunächst unverändert.

Lesezeit ca. 3 Minuten

Amazon stellt die Weichen für die Integration der europäischen Bezahlplattform Wero. Erste Änderungen im deutschen Online-Shop deuten darauf hin, dass die bislang genutzte niederländische Online-Überweisungslösung iDEAL schrittweise unter der Marke Wero weitergeführt wird. Für die European Payments Initiative (EPI) ist dies ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg, eine europäische Alternative zu US-dominierten Bezahlsystemen zu etablieren.

Erste Umstellung im Amazon-Checkout sichtbar

Aufmerksame Nutzer und das Portal Mobiflip haben entdeckt, dass Amazon Deutschland die bisherige Zahlungsoption „iDEAL“ bereits in „iDEAL | Wero“ umbenannt hat. Die Änderung erscheint zunächst nur bei der Bezeichnung der Zahlungsart, während der eigentliche Bezahlvorgang für Verbraucher unverändert bleibt.

Kunden mit einem unterstützten Bankkonto werden weiterhin zur Banking-App ihrer Bank weitergeleitet, um die Zahlung zu autorisieren. Während der Übergangsphase sollen beide Marken parallel verwendet werden, ehe iDEAL vollständig unter dem Namen Wero aufgeht. Amazon selbst hat die Umstellung bislang nicht offiziell angekündigt, entsprechende Hilfeseiten verwenden die neue Bezeichnung jedoch bereits. Bis Ende 2027 soll die Migration abgeschlossen sein.

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Wero ersetzt iDEAL schrittweise

Die Umstellung ist Teil einer größeren europäischen Strategie. Wero wurde von der European Payments Initiative (EPI) entwickelt und soll verschiedene nationale Zahlungssysteme unter einer gemeinsamen Marke zusammenführen. Während in den Niederlanden bislang iDEAL dominiert, sollen künftig grenzüberschreitende Zahlungen innerhalb Europas über dieselbe Infrastruktur abgewickelt werden.

Für Verbraucher ändert sich zunächst wenig. Der eigentliche Zahlungsprozess bleibt identisch, lediglich Name und Erscheinungsbild wechseln schrittweise. Ziel ist es, eine einheitliche europäische Bezahlmethode zu schaffen, die unabhängig von internationalen Zahlungsnetzwerken funktioniert und den Handel über Ländergrenzen hinweg vereinfacht.

Bedeutender Erfolg für die European Payments Initiative

Die Sichtbarkeit bei Amazon gilt als wichtiger Schritt für Wero. Zwar basiert die aktuelle Amazon-Integration technisch noch auf dem bisherigen iDEAL-System, langfristig soll daraus jedoch die vollwertige Wero-Lösung entstehen. Branchenbeobachter hatten diesen Schritt bereits seit Monaten erwartet.

Für die European Payments Initiative bedeutet die Präsenz bei einem der weltweit größten Onlinehändler vor allem eines: Reichweite. Je mehr große Händler Wero akzeptieren, desto attraktiver wird das System sowohl für Verbraucher als auch für Banken und weitere Händler.

Händleroffensive gewinnt an Fahrt

Amazon reiht sich in eine wachsende Liste namhafter Unternehmen ein, die Wero unterstützen oder bereits eingeführt haben. Erst vor wenigen Wochen integrierten unter anderem Lidl und Decathlon die europäische Bezahlmethode in ihre Online-Shops. Auch weitere Handelsunternehmen bauen ihre Unterstützung für Wero aus und setzen damit auf eine Alternative zu etablierten internationalen Zahlungsdiensten.

Die Strategie dahinter ist klar: Wero soll nicht nur für klassische Online-Käufe genutzt werden, sondern künftig auch Zahlungen im stationären Handel, wiederkehrende Zahlungen sowie weitere Mehrwertdienste ermöglichen. Damit entwickelt sich das Projekt Schritt für Schritt zu einer umfassenden europäischen Zahlungsplattform.

Europas Antwort auf PayPal & Co.

Mit Wero verfolgt die European Payments Initiative das Ziel, die Abhängigkeit Europas von außereuropäischen Zahlungsanbietern zu reduzieren. Unterstützt wird das Projekt von zahlreichen europäischen Banken und Finanzinstituten.

Die Plattform setzt auf SEPA-Echtzeitüberweisungen, erfüllt europäische Datenschutz- und Sicherheitsstandards und soll Transaktionen direkt zwischen Bankkonten ermöglichen. Für Händler verspricht das System geringere Abwicklungskosten, während Verbraucher ihre vertraute Banking-App für die Zahlungsfreigabe nutzen können.

Die Einbindung bei Amazon dürfte die Bekanntheit der Marke erheblich steigern. Auch wenn die aktuelle Umsetzung zunächst vor allem die Umbenennung von iDEAL zu Wero widerspiegelt, ist sie ein deutliches Signal dafür, dass Europas gemeinsame Zahlungslösung zunehmend im Massenmarkt ankommt

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