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Außenhandel wächst – Warenmengen bleiben unter Vorkrisenniveau

Containerschiff bei Nacht im Hamburger Hafen
Foto: 4kclips / depositphotos.com

Key takeaways

Steigende Preise lassen den Außenhandel wachsen, doch die tatsächlichen Warenmengen bleiben unter dem Vorkrisenniveau. Trotz leichter Erholung zeigt sich, dass die Entwicklung weiterhin stark von globalen Krisen geprägt ist.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der deutsche Außenhandel zeigt erste Erholungstendenzen, bleibt jedoch strukturell hinter dem Niveau vor der Corona-Pandemie zurück. Zwar steigen die Handelsvolumina wieder, doch die tatsächlich gehandelten Warenmengen erreichen weiterhin nicht die Werte von 2019.

Export- und Importvolumen wieder im Aufwind

Im April 2026 wurden laut Statistischem Bundesamt mengenmäßig 4,8 Prozent mehr Waren exportiert und 2,8 Prozent mehr importiert als im Vorjahresmonat. Damit setzt sich eine vorsichtige Erholung im Außenhandel fort.

Auch im Gesamtjahr 2025 zeigte sich erstmals seit mehreren Jahren wieder ein Wachstum: Das Exportvolumen stieg um 1,3 Prozent, während die Importmenge um 1,6 Prozent zunahm. Dennoch bleibt das Niveau deutlich unter dem Vorkrisenjahr 2019.

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Warenmengen bleiben deutlich unter 2019

Trotz der jüngsten Zuwächse liegt das Exportvolumen 2025 noch 6,3 Prozent unter dem Wert von 2019. Bei den Importen beträgt der Rückstand 4,2 Prozent.

Diese Entwicklung verdeutlicht, dass sich die Handelsströme zwar stabilisieren, die tatsächliche Menge der gehandelten Güter jedoch weiterhin geringer ist als vor den globalen Krisen der vergangenen Jahre.

Preise treiben nominales Wachstum

Im Gegensatz zur Mengenentwicklung haben sich die Preise für gehandelten Waren deutlich erhöht. Nach einem Höchststand im Jahr 2022 haben sich die Durchschnittswerte zwar stabilisiert, liegen aber weiterhin klar über dem Niveau von 2019.

So übertreffen die Durchschnittswerte exportierter und importierter Waren das Basisjahr 2021 weiterhin deutlich. Diese Preisentwicklung sorgt dafür, dass die nominalen Außenhandelswerte stark steigen.

Nominale Werte deutlich über Vorkrisenniveau

Während die Mengen stagnieren, zeigen die nominalen Zahlen ein anderes Bild: Die deutschen Exporte lagen 2025 rund 17,8 Prozent über dem Niveau von 2019, die Importe sogar 23,3 Prozent darüber.

Dieser Anstieg ist jedoch vor allem preisgetrieben und spiegelt nicht eine entsprechende Zunahme der tatsächlichen Handelsmenge wider. Der Außenhandel wächst damit in Wert, nicht aber im gleichen Maße in Volumen.

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