Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat eine Prüfung des Konzernabschlusses der Zalando SE eingeleitet. Hintergrund sind konkrete Anhaltspunkte für mögliche Verstöße gegen Rechnungslegungsvorschriften im Zusammenhang mit der Übernahme der ABOUT YOU
Prüfung wegen möglicher Lücken im Anhang
Im Fokus der Untersuchung stehen laut BaFin Angaben im Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2025. Nach Einschätzung der BaFin könnten Informationen zu einer Transaktion mit einem nahestehenden Unternehmen im Zuge der About-You-Übernahme unvollständig oder fehlerhaft offengelegt worden sein. Solche Angaben sind für Investoren relevant, da sie Transparenz über wirtschaftliche Verflechtungen schaffen sollen.
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BaFin sieht konkrete Anhaltspunkte
Die Einleitung der Prüfung basiert auf gesetzlichen Vorgaben. Liegen konkrete Hinweise auf mögliche Fehler in der Rechnungslegung vor, ist die BaFin verpflichtet, eine anlassbezogene Untersuchung einzuleiten. Diese erfolgt in der Regel durch spezialisierte Prüfer und dient der Sicherstellung korrekter und transparenter Finanzberichterstattung am Kapitalmarkt.
Zalando weist Vorwürfe relativierend zurück
Zalando selbst bewertet den Sachverhalt deutlich weniger kritisch. Nach Unternehmensangaben handelt es sich um einen rein formellen und materiell unwesentlichen Aspekt der Berichterstattung. Alle wesentlichen Informationen zur Transaktion seien vollständig öffentlich zugänglich gewesen. Der Konzern steht nach eigenen Angaben in engem Austausch mit der Aufsichtsbehörde.
Ergebnis der Prüfung bleibt abzuwarten
Mit der Veröffentlichung der Prüfungsaufnahme schafft die BaFin Transparenz, betont jedoch, dass daraus noch keine Vorentscheidung über mögliche Verstöße abgeleitet werden kann. Nach Abschluss der Untersuchung wird die Behörde das Ergebnis öffentlich machen – unabhängig davon, ob Fehler festgestellt werden oder nicht. Für Investoren bleibt die weitere Entwicklung daher ein wichtiger Unsicherheitsfaktor.




